Am Ende ging die Luft aus

Es war aus Oltner Sicht das erwartete sportliche Highlight des EHCO-Cup 2016. Das Duell zwischen den zwei alten Rivalen aus Langnau und Olten. Am Ende verloren die Oltner vor 1382 Zuschauern deutlich mit 1:5.

Garage Marti

„Die Jungs waren gestern bei Spielbeginn ein wenig nervös, weil sie gegen einen höherklassigen Gegner anzutreten hatten. Dies wird uns heute nicht passieren“, meinte EHCO-Assistenztrainer Chris Bartolone noch vor der Partie. Er sollte Recht behalten. Mansi und er stellten die Mannschaft optimal auf die SCL Tigers ein. Zwar gewährten die Oltner in der eigenen Defensive dem Gegner manchmal noch immer zu viel Platz, insgesamt war der Auftritt aber von Beginn weg viel kompakter. Auch das von den Coaches propagierte Offensiveishockey funktionierte so gut wie noch nie in der laufenden Vorbereitung. Mehrfach waren sehenswerte Kombinationen zu bestaunen und wenn immer möglich versuchten die Oltner früh zu stören. Wie bspw. in der 34. Minute als Diego Schwarzenbach im gegnerischen Drittel den Puck klaute, Ulmer in der Mitte Feser sah und dieser seinen Meister in Punnenovs Stockhand fand. Allgemein war die angesprochene Sturmformation die offensiv augenfälligste bei den Oltnern.

Olten glückt Start

Auf Langnauer Seite war der im Vergleich zu vorgestern neuformierte Sturm um Shinnimin, Nüssli und DiDomenico stets ein Brandherd vor Mischler. DiDomenico zeigte aber ebenfalls einmal mehr, weshalb er ein Spieler zwischen Genie und Wahnsinn ist. In der 28. Minute liess er sich direkt vor der EHCO-Spielerbank zu einer Tätlichkeit hinreissen, womit die Fäuste von allen Seiten auf ihn einprasselten. Insgesamt konnten aber die Langnauer mehr in Überzahl spielen als die Oltner. Beim ersten Mal ging dies ziemlich in die Hose. Ein 5 gegen 3 konnte in der 13. Minute nicht ausgenutzt werden und im dümmsten Moment wurde vergessen, dass ein erster Oltner aufs Eis zurückkehrte. Dies war Stefan Mäder, welcher von Namensvetter Stefan Hürlimann perfekt lanciert wurde. Mit einer Finte verlud Mäder Punnenovs und schob zum 1:0 ein. Beim 1:1 in der 22. Minute war es dann doch noch ein Powerplay, welches zum Erfolg führte. Der Neo-Langnauer Pascal Berger wurde im Slot angespielt und schoss den Puck aus kürzester Distanz unter die Latte. Ebenfalls kurz nach Wiederaufnahme des 3. Drittels schob Raphael Kuonen nach einem Abpraller von Mischler in der 42. Minute zum 2:1 für die SCL Tigers ein. Und in der 45. Minute war es ein weiteres Powerplaytor durch Nüssli, welches zum 1:3 führte. Damit war bei den Oltnern definitiv die Luft draussen, am Ende stand es 1:5.

Das Finale steht fest

Aus Oltner Sicht war es gleichwohl ein gelungener Abend. Die neuen EHCO-Verteidiger Anthony Rouiller und Curtis Gedig bewiesen mehrfach ihre hervorragenden Offensivqualitäten, Gedig aber ebenfalls seine defensiven Fähigkeiten. Die offensive Spielweise war eindeutig zu erkennen. Einzig in Bezug auf die gesammelten Strafminuten, müssen sich die Oltner noch bessern, wollen sie nicht unnötige Kräfte verpuffen. Ausserdem ist zwischenzeitlich bekannt, dass Marc Sahli eine Gehirnerschütterung vom gestern erhaltenen Blind-Side-Check davontrug.

Mit dieser Niederlage ist auch klar, dass Olten morgen Samstag um 13.00 Uhr gegen Krefeld um Platz 5 spielen wird. Iserlohn und Genf machen um 16.30 Uhr den dritten Platz untereinander aus. Somit lautet das Finale um 20.15 Uhr Langnau gegen Wolfsburg. Morgen gibt es also noch einmal drei Hockeyleckerbissen zu bestaunen. (aha)