Chancenlose Krefelder legten erst am Ende zu

Nach dem gestrigen, ruppigen Auftakt konnte man von den Genfern gegen den zweiten DEL-Gegner in zwei Tagen heute Ähnliches erwarten. Diesmal zeigten die Genfer aber vor allem, dass sie grosse spielerische Klasse besitzen. Sie besiegten die Krefelder mit 6:3.

Garage Marti

Der gestrige Kampf gegen Wolfsburg forderte bei den Genfern seine Opfer. Daniel Vukovic, der sich im Boxkampf die Nase brach, sowie Nick Spaling mussten heute passen. Das tat den Energiereserven der Grenats aber kaum einen Abbruch. Gleichzeitig war auch zu sehen, dass die Krefelder Mannschaft nicht ganz an die Klasse der Grizzlys am Tag zuvor herankam. Die Genfer liefen nie die Gefahr, das Spiel nicht zu gewinnen, auch wenn die Krefelder zum Spielende hin noch ein wenig zulegten. So spielte Genf die Krefelder phasenweise schwindlig, Riat und Simek (zum Best Player gewählt) konnten sich als Doppeltorschützen feiern lassen. Ganz ohne Härte kam die Partie gleichwohl nicht aus. Roman Chuard stand kurz davor, nach gestern den zweiten Restausschluss zu kassieren und somit das Spiel am Samstag zu verpassen. Die Handschuhe waren bereits am Boden – allerdings gingen die Schiedsrichter dazwischen, so dass Chuard und sein Beinah-Kontrahent Marcel Mueller nur für je 2+2 Strafminuten und einer 10-minütigen Disziplinarstrafe auf die Strafbank wanderten. 

Shorthander-Festival
Beide Teams hatten diverse Powerplaychancen, aber nur gerade eine wurde ausgenutzt – in der 51. Minute durch Mike Collins zum 3:6-Schlussresultat aus Krefelder Sicht. Dafür gab es drei Shorthander zu bestaunen. Zu Beginn bekundeten die Krefelder grosse Mühen mit dem Boxplay der Genfer. Der DEL-Vertreter konnte sich kaum installieren, im Gegenteil, die Genfer entwischten sowohl in der 24. als auch in der 26. Minute. Juraj Simek mit dem 4:1 und Jeremy Wick mit dem 5:1 entschieden so die Partie bereits früh. Auch sonst war das Spiel von vielen Fehlern geprägt. Bei den ersten drei Tore zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Genfer sahen die Torhüter jeweils nicht allzu gut aus, ehe Simek mit 3:1 hoch ins Eck für das schönste Tor des Nachmittags besorgt war.

Die Genfer haben sich nach der gestrigen Niederlage eindrücklich zurückgemeldet. Sie können im Kampf um Platz 1 jetzt nur noch zuschauen. Am Freitagnachmittag treffen die Krefelder noch auf die Wolfsburger. Und im heutigen Abendspiel steht das Duell zwischen SCL Tigers und den Iserlohn Roosters an. (aha)