Club Pentadon: Gemeinsam vorwärts

Trotz sommerlichen Temperaturen – oder gerade wegen diesen – scheinen die Oltner Eishockeyfreunde heiss auf die neue Saison zu sein. Am gestrigen Businessapéro des EHCO-Gönnerclubs Pentadon im Restaurant Muusfalle fanden sich rund 70 Mitglieder und Interessierte ein.

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Das grosse Interesse war sicherlich auch den angekündigten Referenten geschuldet. Schliesslich stand mit CEO Peter Rötheli, Sportchef Köbi Kölliker und Trainer Maurizio Mansi die unternehmerische und sportliche Kompetenz des EHCO Red und Antwort. Alle drei sprachen offen und ehrlich über die nächste Saison und die weitere Zukunft zu den anwesenden Partnern, Gönnern und Interessierten. Am meisten Aufmerksamkeit genoss der neue Oltner Coach Maurizio Mansi. Mit seiner offenen und sympathischen Art hatte er das interessierte Publikum rasch für sich gewonnen. Auch wenn hochgesteckte Ziele Risiken bergen, scheute Mansi nicht davor zu sagen, dass das Team Meister werden wolle und mit der Mentalität in die Saison steige, jedes Spiel gewinnen zu wollen.

Mehr Vorwärtsdrang von hinten

Während Maurizio Mansi viele persönliche Fragen zu beantworten hatte, lauschten die Pentadon-Mitglieder nicht weniger gespannt, was Sportchef Köbi Kölliker zur Transfersituation zu sagen hatte. "Wir haben bestimmte Rollenspieler gesucht und diese auch gefunden. Dazu gehörte, dass von der Defensive noch mehr Vorwärtsdrang kommt, insbesondere fürs Powerplay. Dort haben wir uns für einen unkonventionellen Weg entschieden und setzen als einziges NLB-Team mit Curtis Gedig auf einen ausländischen Verstärkungsspieler", so Kölliker.

In unternehmerischer Hinsicht konnte CEO Peter Rötheli viel Positives verkünden. Trotz der durchzogenen Saison 15/16 habe man mit bisher 1500 verkauften Saisonabos bereits mehr verkauft als vor Jahresfrist. Die Sitzplatztribüne sei dabei zu 95% ausverkauft. Das sei Fluch und Segen zugleich. "Es zeigt, dass wir für unsere Weiterentwicklung zu wenig Sitzplätze zur Verfügung haben und uns daher Gedanken machen müssen, wie wir diese Situation lösen können", meinte Rötheli. Auch von der Hallenwerbung seien 95% verkauft.

Quo vadis EHCO?

Neben all diesen gegenwärtig positiven Fakten machen dem CEO eishockeypolitische Dinge mehr zu schaffen. Es würden sich Tendenzen abzeichnen, dass der sportliche Aufstieg in Zukunft noch schwieriger werde. Im Weiteren gehöre der Liga für den neu ausgehandelten TV-Vertrag ab der Saison 2017/2018 zwar ein Lob ausgesprochen. Gleichzeitig befürchtet Peter Rötheli, dass der zusätzlich Geldregen primär den NLA-Clubs zu Gute kommen werde und so nicht nur die sportliche, sondern auch die finanzielle Kluft zwischen der NLA und der NLB noch einmal grösser werde. Ausserdem sinke mit den zusätzlichen Farmteams die Attraktivität der NLB. "Wohin geht der Weg des EHCO?", fragte daher Rötheli. Bald sei die Decke in der NLB erreicht. Man müsse sich nun entscheiden, ob der Weg in die NLA in Angriff genommen werden soll oder ob der ganze Betrieb runtergefahren werden müsse. "Ich bin überzeugt, dass wir ähnliches wie Biel, Ambri oder Langnau erreichen können. Unsere Region hat das Potential dazu", meinte Rötheli.

Club Pentadon-Präsident Roger Zengaffinen zählte in seinem kurzen Schlussreferat die wichtigsten Komponenten für eine erfolgreiche Umsetzung der gesteckten Ziele auf: "Gemeinsam diesen Weg gehen, gegenseitigen Respekt voreinander haben, Anerkennung an die geleistete Arbeit, gegenseitige Unterstützung und eine klare Vorwärtsstrategie." Oder um es mit dem sportlichen Leitsatz von Maurizio Mansi für die kommende Saison auszudrücken: "Wir wollen unsere Sache jedes Mal richtig machen, nicht nur manchmal." (aha)