Das bessere Powerplay obsiegte

Der EHC Olten verliert auch sein zweites Spiel des Jahres 2017. Im Langenthaler Schoren verlieren die Dreitannenstädter mit 2:3 nach Verlängerung. Die Langenthaler nützen die vielen Strafen durch drei Treffer wesentlich besser aus als die erfolglosen Oltner.

Garage Marti

Eine alte Eishockeyweisheit besagt, dass in engen Spielen der Unterschied oft in Special-Team-Situationen, also Powerplay oder Boxplay, fällt. So auch am Dreikönigstag in Langenthal. Das Heimteam wandelte die Hälfte ihrer Powerplays in Tore um und hielt bei eigenen Boxplaysituationen konsequent dicht.

Die Oltner, die nach einem Cadonau-Treffer noch mit einem 1:0 Rückstand in die erste Drittelspause mussten, glichen nur kurz nach Wiederanpfiff in der Person von Justin Feser zum 1:1 aus.  Es war dies der fünfte Treffer in den letzten drei Spielen für den kanadischen TopScorer des EHC Olten.

Als dann Ueli Huber mitten in einer Langenthaler Druckphase einen Blue-Liner von Stefan Mäder ins Tor von Marco Mathis ablenkte, brach der gut gefüllte Gästesektor in grenzenlosen Jubel aus. Das Heimteam machte nach dem erstmaligen Rückstand jedoch da weiter, wo es vor dem Gegentor aufgehört hatte und versuchte die Oltner weiterhin in deren defensiven Zone einzuschnüren, was zu weiteren Strafen der Weissen führte. Der Wendepunkt in diesem engen Spiel war eine Aktion, in der der omnipräsente Polansky für ein vermeintliches Haken für zwei Minuten vom Eis gestellt wurde. Während dem folgenden Powerplay netzte Nico Dünner zum 2:2 Ausgleich ein. Der Siegtreffer fiel dann nach nur 17 Sekunden Verlängerung. Jubilar Tschannen, der am heutigen Abend als Rekordspieler verdankt wurde, traf nach einem Pass durch den Slot  per Direktschuss in die Maschen. Dieser 44te Schuss des Heimteams bildete den Schlusspunkt eines umkämpften Abends.

Schlussendlich können die Oltner mit dem einen gewonnenen Punkt beim Rivalen aus dem Oberaargau zufrieden sein, verzeichneten die Langenthaler doch rund doppelt so viele Schüsse. Äusserst unglücklich endete der Abend für Simon Schnyder, der mit Verdacht auf Handgelenkbruch ins Spital musste. Gute Besserung!

Jiri Polansky liess im ersten Spiel nach knapp zwei Monaten sein grosses Können immer wieder aufblitzen, sein Debüt verlief sehr vielversprechend, wenn auch noch nicht von Erfolg gekrönt. Zusammen mit Justin Feser, der sich momentan einer Top-Form erfreut, und Curtis Gedig stehen Coach Mansi für die nächsten Spiele drei starke Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. 

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