Eishockey Club Olten
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Den Fehlstart ausgebügelt

Olten schafft nach der Nati-Pause gegen Underdog Winterthur den ersehnten Sieg nach vier Niederlagen: 6:2. 

Garage Marti

So hatte sich der EHCO die Rückkehr nach der Natipause bestimmt nicht vorgestellt. Winterthur war im Startdrittel weitgehend harmlos und sollte es über die gesamte Partie bleiben. Aber dennoch lagen die Gäste plötzlich in Führung. Bei den Oltnern erinnerte im Startabschnitt zu vieles an die schwierigen Momente vor der Pause. Da fehlte die Physis, da fehlte die Präzision in den Pässen und: auch das Selbstvertrauen war während dem zehntägigen Unterbruch nicht von selbst zurückgekehrt. Mit drei kleinen Strafen hatte sich Olten nach bemühtem Beginn selbst den Schwung aus dem Spiel genommen. Trotz optischen Vorteilen wirkte die Mannschaft von Chris Bartolone zunächst irgendwie hilflos. Ein Tor - und der berühmte Knoten schien gelöst. Gleichzeitig zerfiel Winterthur in der Verteidigung in Einzelteile. 

Es war ein starker Stan Horansky, der die Wende einleitete. Der Slowake mit Schweizer Lizenz im Oltner Dress war bislang in der Qualifikation weitgehend wirkungslos geblieben. Gegen Winterthur gehörte er zu den entschlossensten Spielern auf dem Kleinholz-Eis. Dies zeigte er in der 23. Minute, als er energisch anlief und nach einem Bogen um den Winti-Kasten backhand den aufgerückten Topskorer Cason Hohmann bediente. Dieser versenkte den Puck in der weiten Ecke. Aus dem Ausgleichstreffer schöpfte der EHCO frischen Mut, wenngleich die vereinzelten Fehler im Aufbauspiel Unsicherheitsfaktoren blieben. Erst nach Schirjajews erstmaligem Führungstreffer für die Platzherren, liefs wie am Schnürchen. Denn keine Minute später standen Bryce Gervais und Silvan Wyss fast alleine vor Tim Guggisberg. Gervais zögerte nicht und drosch den Puck in die Maschen. Kurz vor der zweiten Sirene erhöhte Grossniklaus mit einem haltbaren Flachschuss auf 4:1.

Viele erinnerten sich wohl ans Visp-Spiel, als Winterthur bereits in der ersten Minute des Schlussdrittels den 2:4-Anschluss schaffte. Doch dann kam von den Gästen nur noch wenig. Trotzdem hätte Olten das Spiel in zwei Überzahlsituationen vorzeitig entscheiden müssen. So aber blieb die Spannung, ehe Rouiller den Puck in der 54. Minute in den Netzhimmel hämmerte. Hatte mit Horansky der Mann de Spiels wesentlichen Anteil am wichtigen Ausgleichstreffer gehabt, so sorgte er gleich selbst für das Schlussbouquet. Nach wunderschönem Pass von Colin Gerber war die Winti-Abwehr einmal mehr schachmatt gesetzt. Horansky netzte mit einem präzisen Abschluss in die linke Ecke zu seinem ersten Saisontreffer ein. (yas/Bilder: Freshfocus)

Olten – Winterthur 6:2 (0:1, 4:0, 2:1)
Kleinholz. – 1936 Zuschauer (Saison-Minusrekord). – SR: DiPietro/Mollard (Betschart/Gurtner). – Tore: 13. Ranov (Wieser, Keller) 0:1. 23. Hohmann (Horansky) 1:1. 28. Schirjajew (Eigenmann, Haas) 2:1. 29. Gervais (Wyss, Grossniklaus) 3:1. 38. Grossniklaus (Schwarzenbach, Mäder) 4:1. 41. (40:40) Hess (Gomes; Ausschluss Wyss) 4:2. 54. Rouiller 5:2. 55. Horansky (Gerber, Schirjajew) 6:2. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Olten. 6-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Olten: Mischler; Grossniklaus, Rouiller; Bagnoud, Colin Gerber; Eigenmann, Barbero; Heughebaert, Bucher; Horansky, Schirjajew, Hohmann; Wyss, Gervais, Huber; Schwarzenbach, Mäder, Haas; Vodoz, Schneuwly, Zbinden.
Winterthur: Guggisberg; Schmutz, Guerra; Kobach, Molina; Küng, Jonski; Pozzorini, Roos; Gomes, Nigro, Martikainen; Wieser, Keller, Allevi; Scherz, Alihodzic, Staiger; Bozon, Hess, Ranov.
Bemerkungen: Olten ohne Lüthi, Zanatta, Muller, Truttmann, Ulmer, Rexha (alle verletzt) und Roland Gerber (bei den SCL Tigers). Erstmals mit SC-Bern-Junior Marlon Zbinden (19). – 26. Pfostenschuss Alihodzic. 29. Timeout Winterthur.