Ein sehr enttäuschender Abend

„Wenn von 54 Schüssen nur zwei im Tor landen, dann läuft etwas nicht gut“, kommentierte EHCO-Captain Stefan Hürlimann die 2:3-Niederlage nach Verlängerung. Die Oltner waren fraglos besser als der EHC Winterthur – sie machten aber viel zu wenig aus ihrer Dominanz. Vor allem das Powerplay liess zu wünschen übrig: Im ersten Drittel blieb Olten trotz doppelter Überzahl während zwei Minuten ohne Treffer.

Garage Marti

Wie schnell man einen komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung verspielen kann, zeigte der EHC Olten Mitteldrittel seines Spitzenspiels gegen den EHC Winterthur. Er machte es eigentlich besser als im ersten Drittel, erspielte sich zwingendere Chancen, legte gleich zweimal eine beeindruckende Präzision an den Tag und ging folglich 2:0 in Führung. Herrlich, wie Justin Feser die Scheibe zum 1:0 ins Lattenkreuz knallte und wie Ueli Huber zum 2:0 nachdoppelte. Die Gastgeber schnupperten gar am Drei-Tore-Vorsprung – Philipp Wüst vergab eine Top-Möglichkeit. Die Powermäuse hatten alles im Griff - so hatte man zumindest den Eindruck.

Dann aber ging alles ganz schnell. Anstatt das 3:0 zu bejubeln, musste der EHCO nach einen schnellen Konter das 2:1 hinnehmen. Und nur 19 Sekunden später zappelte die Scheibe schon wieder im Netz hinter Mischler (2:2). Die Winterthurer waren damit zurück im Spiel, sie konnten den Lauf der Oltner auf beeindruckende und effiziente Weise stoppen.

Fesers Grosschance

Im Schlussabschnitt wahrten die Oltner ihre eigentliche Dominanz, ohne aber Zählbares zustande zu bringen. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit gings dann hoch zu und her: Auf der einen Seite hatte der EHC Olten Glück, dass Luka Hoffmann nur den Pfosten traf. Auf der anderen Seite hatte der EHC Winterthur Glück, dass Justin Feser eine Riesenmöglichkeit wenige Sekunden vor Schluss kläglich vergab: Das Tor stand völlig offen, Feser aber spielte die Scheibe quer vor dem Tor vorbei. Die Verlängerung sorgte in der Folge für die Entscheidung. Ein aus Oltner Sicht unglücklicher Konter ermöglichte es Winterthur-Topscorer Gian-Andrea Thöny, alleine aufs Tor von Mischler loszuziehen. Kaltblütig versorgte er die Scheibe im Tor zum 3:2-Sieg für sein Team.

Truttmanns vorzeitiges Aus

Für einen EHCO-Spieler war die Partie gegen Winterthur leider sehr früh zu Ende: Schon in der 9. Minute landete der Stock eines Gäste-Spielers im Gesicht von Marco Truttmann. Die Nummer 94 verliess das Eis unter Schmerzen und kehrte für den Rest der Partie nicht mehr zurück. Das Auge von „Trutti“ schwoll stark an, die Verletzung ist aber nicht gravierend. Das Medical Team gab bereits Entwarnung.

Das ganze Material zum Spitzenspiel zwischen dem EHC Olten und dem EHC Winterthur gibts hier: TelegrammVideozusammenfassung und Live-Ticker zum Nachlesen. Alle Bilder dieses Spiels stammen von André Grossenbacher. (ag)