Grieder als heimlicher Held des Abends

Nach einem Fehlstart und verpatztem Startdrittel brachte ein Faustkampf zwischen Marc Grieder und Jérôme Bachofner die Wende für den EHCO. Cédric Schneuwly und Justin Feser zeichneten sich beim 4:2-Sieg als Doppeltorschützen aus.

Garage Marti

Wow! Dieser Ausruf fasste in etwa den Mittelabschnitt des 24. Meisterschaftsspiels vom EHCO zusammen. Sowohl die GCK Lions als auch der EHC Olten sind ja schon seit vielen Jahren "Rivalen" im NLB-Geschäft. Aber oft verdienten die Begegnungen nicht die Bezeichnung einer Rivalität. Olten mühte sich gegen die unliebsamen Junglöwen nämlich meist ab und liess dabei oft Punkte liegen. Das zweite Drittel fiel jedoch eindeutig aus diesem Schema heraus und war gestern Abend alleine schon das Eintrittsgeld wert. Angefangen beim spektakulären Führungstreffer von Justin Feser, über den Boxkampf von Marc Grieder gegen Jérôme Bachofner, bis hin zum zweiten persönlichen Treffer von Cédric Schneuwly: Hier lebten Emotionen auf, das Kleinholz erwachte trotz bescheidener Kulisse, die Spieler zeigten an diesem Tag viel physische Präsenz und auch die spielerischen Elemente begannen zu greifen.

Dabei war der Auftakt in die Partie für den EHCO schlecht verlaufen. Nach weniger als einer Minute stand die Oltner Hintermannschaft im Schilf - Prassl und Miranda bedankten sich im Zusammenspiel mit dem frühen Führungstor für die Junglöwen. Zwar konnten die Oltner durch Schneuwly wenig später in Überzahl ausgleichen - doch bis zur ersten Sirene bekundete die Mannschaft von Maurizio Mansi viel Mühe und konnte den nominell unterlegenen Gegner nicht dominieren. In der Kabine fand Mansi offensichtlich die richtigen Worte, machten doch die Oltner von Beginn weg gehörig Druck. Die Belohnung war der erstmalige Führungstreffer vom frisch verlobten Justin Feser, der den Puck backhand unter der Latte versorgte. Matti Alatalo bezog sogleich sein Timeout - das aber nur kurze Zeit Wirkung zeigte. Und als Jérôme Bachofner mit Zug in Dominic Nyffeler prallte, bekam der Junglöwe in der Folge die Fäuste von Marc Grieder zu spüren - beide wanderten letztlich unter die Dusche. Ab diesem Zeitpunkt dominierte Olten das Spiel beinahe nach Belieben. Schneuwly und Feser erhöhten auf 4:1 und sorgten mit ihrem jeweils zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung. Der späte Treffer von Marc Geiger war bloss noch Resultatkosmetik. (ys)

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