Im Mitteldrittel den Faden verloren

Gross war die Vorfreude gewesen, frustrierend verlief der erste Akt: Nachdem Olten im Mitteldrittel aus dem Nichts in Rückstand geriet, kam der EHCO völlig vom eingeschlagenen Weg ab und verlor mit 2:4. Thurgau schafft das frühe Break.

Garage Marti

Der EHCO hatte zu Beginn fast alles unter Kontrolle gehabt. Doch die 25. Minute erwies sich für den EHCO als verhängnisvoll: Mit dem überraschenden Führungstreffer der Thurgauer kippte das Momentum plötzlich. Olten fand nach dem erstmaligen Rückstand bis zuletzt nicht zu seinem Spiel zurück. Der Faden war gerissen. Vieles erinnerte an die Quali-Spiele seit dem neuen Jahr. Thurgau-Topskorer Jaedon Deschenau sorgte kurz nach Spielmitte mit dem 3:1 für die entscheidende Differenz. Der Zweitorerückstand war eine zu grosse Hypothek.

Dabei war die Mannschaft von Chris Bartolone gut in die Playoffs gestartet. Ob der Nervosität zeigten sich zu Spielbeginn beide Mannschaften gehemmt, doch der EHCO hielt eindeutig das Spieldiktat inne. Thurgau spielte defensiv bedacht und zurückhaltend. Olten bestrafte die Passivität der Gäste mit dem Führungstreffer durch Joel Fröhlicher. Der Verteidiger-Hühne zog bei angezeigter Strafe von der blauen Linie ab und erwischte Schwendener zwischen den Schonern. Unglücklich war für die Oltner, dass Thurgau es nur zwei Minuten später dem EHCO gleich tat und bei angezeigter Strafe zum schmeichelhaften Ausgleich kam.

Trotz diesem Dämpfer kehrten die Oltner im Mittelabschnitt noch eine Spur entschlossener aufs Eis zurück. Wenig fehlte in dieser druckvollen Phase zum neuerlichen Führungstreffer der Gastgeber. Aber Thurgau nutzte an diesem Abend die Oltner Nachlässigkeiten in der Verteidigung eiskalt aus und wendete den Spiess zu seinen Gunsten. Von da an rannten die Oltner ihrem Selbstvertrauen hinterher. Sämtliche Bestrebungen ins Spiel zurückzukehren verpufften. Thurgau erhöhte nach mangelhafter Zuordnung auf 4:1. Eric Arnold war vor Simon Rytz sträflich alleine gelassen worden. Nach der Vorentscheidung brachten die Oltner nochmals Emotionen ins Spiel und lehnten sich erst in den Schlusssekunden in Überzahl nochmals auf. Die Reaktion und der 2:4-Anschlusstreffer von Jay McClement kam zu spät. Das letztlich missratene Startspiel gilt es schnellstmöglich abzuhaken. Der EHCO muss den Resetknopf finden und am Dienstag in Weinfelden das Rebreak anstreben. (yas)

Olten - Thurgau 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

4837 Zuschauer. – SR Erard/Wirth, Wermeille/Wolf.

Tore: 17. Fröhlicher (Zanatta, Schirjajew) 1:0. 19. (18:38) Andersons (Seiler, Neher) 1:1. 25. Neher (Spiller) 1:2. 31. Descheneau (Andersons) 1:3. 51. Arnold (Parati, Seiler) 1:4. 60. (59:18) McClement (Ihnacak, Muller/Ausschlüsse Brunner, Spiller) 2:4. 

Strafen: 9-mal 2 plus 5 plus Spieldauer (Ulmer) gegen Olten, 10-mal 2 plus 5 plus Spieldauer (Braes) plus 10 (Küng) Minuten gegen Thurgau.