Mäder, der Party-Crasher

Bei tropischen Temperaturen (Remo Meister: “Ich habe noch nie in einer solchen Hitze gespielt")  fährt der EHC Olten auswärts in Langenthal mit einem 3:2 den ersten Sieg der neuen Saison ein. Neuverpflichtung Stefan Mäder stach mit zwei Toren besonders hervor.

Garage Marti

Im Vorfeld der Partie zelebrierten die Oberaargauer ihr 70-jähriges Bestehen, weshalb sie auch in gelben Retrotrikots zum ersten Saisonspiel antraten.

In der 11. Minute schloss Cédric Schneuwly die Gäste nach einem Traumsolo mit einem Handgelenkschuss 1:0 in Führung. Dass das Führungstor im Powerplay fiel, war nicht weiter verwunderlich. Gelang es doch weder den Langenthalern noch den Oltnern das Spieldiktat eindeutig an sich zu reissen. Im Anschluss an den Treffer liessen sich die Oltner leicht gehen, worauf die Langenthaler prompt versuchten, Druck aufzubauen. Im zweiten Drittel gelang es den Gelb-Blauen endgültig die Partie zu dominieren und so konnten sich die Gäste glücklich schätzen, dass Stefan Tschannen die Maschen nur einmal zum Zappeln bringen konnte. Kurz nach Wiederbeginn konnte Campbell dann doch noch die Führung für das Heimteam besorgen. 

Die fünf Minuten des Stefan Mäders

Olten schien platt und die Langenthaler euphorisiert, bis, ja bis Arnaud Montandon mit seinem Beistellen an Stefan Mäder eine Viertelstunde vor Schluss für die Kehrtwende sorgte. Ebendieser Mäder, der nach seinem gestrigen Auftritt heute den flammenden Topscorerhelm tragen durfte, besorgte nach nur 30 Sekunden mit einem Ablenker den umjubelten 2:2-Ausgleichstreffer. Als der Oltner Grieder wenig später für einen Crosscheck auf die Strafbank musste, sahen die Heimfans das Momentum wieder auf ihrer Seite. Leidenschaftlich kämpfende Oltner verhinderten jedoch die erneute Langenthaler Führung. Als die Strafe abgelaufen war, fasste sich Stefan Mäder ein Herz und stürmte mit dem Puck an der Schaufel aufs gegnerische Tor los. Statt die Scheibe auf einen mitgelaufenen Mitspieler zu spielen, fackelte er nicht lange und erwischte Marco Mathis im hohen rechten Eck zum 3:2-Siegtreffer, rund zehn Minuten vor Schluss. 

Es waren Mäders Saisontore zwei und drei, womit ihm nun nur noch ein Tor fehlt, um seine Marke aus der letzten Qualifikationsphase zu knacken.

Gedig beeindruckt

Mit Curtis Gedig fand eine andere Neuverpflichtung nur lobende Worte. Staunend teilte er Reto Kobach im zweiten Drittel mit, dass er sich fast in den Playoffs wähnte: "Die Stimmung ist hier ganz anders und aufgeheizter als in Norwegen oder Kanada."

Es scheint, als fühlten sich Mäder und Gedig wohl im grünen Jersey.  

Wer noch nicht genug Derby hat, kann sich hier nocheinmal den LiveTicker zu Gemüte führen. Für die Statistiker gibt es natürlich das Telegramm

(dh)