"Mini-Revanche" an Ajoie ist geglückt

Gegen den amtierenden B-Meister gibt sich der EHC Olten im fünften Saisonspiel vor heimischem Publikum keine Blösse und realisiert den vierten Sieg in Folge.

Garage Marti

Gary Sheehan muss nach dem B-Meistertitel in der Ajoie zwar nicht bei null beginnen. Aber wenn Ajoie auf die Playoffs hin wieder gleichermassen kompetitiv werden will wie im vergangenen Frühjahr, hat der Ajoie-Trainer noch viel Arbeit vor sich. Olten gewann die „Mini-Revanche“ – denn ein Qualifikationssieg mit einer verlorenen Playoffserie zu vergleichen wäre vermessen – letztlich viel zu wenig deutlich. Dies war in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass Ludovic Waeber bewies, inwiefern die Jurassier auch diese Saison ein gutes Händchen bei der Torhüterverpflichtung hatten. Waren die Oltner im Playoff-Halbfinal noch an Gauthier Descloux verzweifelt, so taten sie dies beim ersten Rencontre mit dem HCA am von Fribourg gekommenen Ludovic Waeber.

Neo-Oltner überzeugen

Gleich drei Neo-Oltner hatten wesentlichen Anteil am Frühlingsmärchen von Ajoie gehabt und alle drei zeigten gegen ihren Ex-Klub, weshalb sie die Begehrlichkeiten des „grossen“ EHC Olten geweckt hatten. Stefan Mäder bewies beim Oltner Führungstreffer, dass er nicht nur über Gardemasse, sondern auch über feine Hände verfügt, als er den heranstürmenden Defensivverteidiger Marc Grieder bediente. Letzterer war von Rapperswil zu den Dreitannenstädtern gestossen und er bekundete keine Mühe seinen ersten Saisontreffer zu erzielen. Doch weil sich die Oltner keine Minute später die einzige Unachtsamkeit des ersten Drittels leisteten, stellte Kevin Bozon den Einstand postwendend wieder her.

Der Auftakt des Mittelabschnitts war von einer Strafenflut gegen Ajoie geprägt: Drei kleine Strafen innerhalb von zwei Minuten brachen den Jurassiern letztlich das Genick. In doppelter Überzahl kombinierten Feser, Truttmann und Wüst wunderschön die neuerliche Führung heraus. Bei einfacher Überlegenheit schaffte Ramon Diem – ebenfalls ein Puzzleteil des B-Meistertitel Ajoies – mit seinem ersten Treffer im Oltner Dress den Gamewinner. Ab Spielmitte war es dann um die Oltner Katlblütigkeit geschehen – immer wieder bedeutete Waeber Endstation. Ajoie blieb weitgehend harmlos und erzeugte erst ganz zuletzt Druck, als Sheehan seine kanadischen Leistungsträger Mammuteinsätze laufen liess. Nach Schmidts Anschlusstreffer hatten die Oltner eine heisse Schlussphase zu überstehen, aber dank Nyffeler brachte man die drei Punkte ins Trockene. Am Samstag steht die Reise in die Bossard-Arena von Zug an.

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