Vor Spannung war das Spiel schlussendlich kaum mehr ertragbar, mit einem Resultat von 0:0 stiegen die beiden Teams in die Verlängerung. Der plötzliche Tod schlug in der 64. Minute brutal zu, als Alex Chatelain ein Getümmel vor Urban Leimbacher eiskalt ausnützen konnte und damit zum Fussballresultat von 1:0 traf.
Das Startdrittel gehörte definitiv dem SCL. Die Langenthaler konnten dort ansetzen wo sie am vergangenen Dienstag aufgehört haben, dasselbe galt auch für Olten. Der EHCO sah sich grösstenteils in die Defensive gedrängt und konnte sich nur selten aus dem eigenen Drittel loslösen. Dass der EHCO in der 12. Minute zum ersten Bully in der Offensivzone kam, war bezeichnend dafür. Die Langenthaler hätten zu dieser Zeit bereits mit mindestens einem Tor in Führung sein sollen. Die Oberaargauer wirkten im ersten Drittel viel spritziger, mit mehr Elan und dem grösseren Wille den Puck im Tor versenken zu wollen. Aber sowohl Chatelain in der achten, als auch Himelfarb in der neunten Minute vergaben von aussichtsreichen Positionen.
Die einzige grosse Chance konnte der EHCO in der 18. Minute verzeichnen, als Pascal Annen aus der Drehung heraus zielgenau auf das SCL-Tor schoss. Allerdings schnappte wie schon oft in dieser Serie die Fanghand von Marc Eichmann blitzschnell zu.
Die Verarbeitung vom Dienstagspiel schient mit dem ersten Drittel getätigt zu sein und von nun an spielte auch der EHCO mit. Die erste Grosschance im Mittelabschnitt hatten nämlich die Dreitannenstädter, als Campbell seinen kongenialen Sturmpartner Kelly mustergültig anspielte, dieser aber aus guter Position einzig den Schoner von Eichmann traf. Und in der 26. Minute hätte Brägger wohl besser selbst abgezogen anstatt einen Pass auf Wüthrich spielen zu wollen.
In der 29. Minute standen die Herzen der EHCO-Fans bockstill, als Carbis und Bärtschi nach einem EHCO-Wechselfehler seelenallein auf Urban zustürmten. Anstatt mitzudenken, zog Carbis aber auf und sein Knaller verschwand in der Fanghand Leimbachers. Der SCL hätte zu diesem Zeitpunkt definitiv in Führung gehen müssen. In der 31. Minute hatte der SCL erneut eine 2:1 Situation, diesmal hätten Bodemann wohl besser einen Pass gespielt anstatt es selbst zu versuchen.
Drei Minuten später setzte Himelfarb seinen Schuss an die Latte und eine weitere Minute später fand Annen in Eichmann seinen Meister. Es war von nun an ein spannendes Wechselspiel.
Der EHCO konnte weiterhin munter mithalten, aber die Vorteile blieben auf der Seite des SCL, der in der Angriffsauslösung konsequenter war und weiterhin viel spritziger wirkte. Eine Entscheidung fiel nicht mehr und zum zweiten Mal in dieser Serie musste eine Verlängerung oder gar ein Penaltyschiessen das Spiel entscheiden. Gleich zu Beginn der Verlängerung pfiff Schiedsrichter Schmutz, der den Akteuren der beiden Mannschaften grundsätzlich sehr viel Spielraum gab, eine etwas kleinliche Strafe gegen den EHCO. Was psychologisch für den EHCO nachteilig war, gleich zu Beginn der Verlängerung alle möglichen Kräfte mobilisieren zu müssen. Und schlussendlich fand der SCL, wieder bei Spielergleichstand auf dem Eis, die Lücke und traf zum alles entscheidenden 1:0. Das Momentum bleibt damit auf Langenthaler Seite und der EHCO hat am Sonntag dringend eine Leistungssteigerung zu zeigen.
Mit 42 zu 26 Schüssen zugunsten des SCL war der Sieg somit überhaupt nicht unverdient. Dan Ratushny war nach dem Spiel zwar dann leicht gereizt aber auch gefasst und bereits auf das Spiel vom Sonntag fokussiert. Er sah einen engen und harten Playofffight und für am Sonntag gibt es seiner Meinung nach vor allem eines: „Mehr Tore schiessen. Es wird erneut einen Playoffkampf geben und wir haben es selbst in der Hand die Serie zu unseren Gunsten zu entscheiden.“
Am Sonntag 17.30 Uhr kommt es also im Kleinholz zum Derby des Jahres, welches über Sein oder nicht Sein entscheidend. Ganz dem Motto „the winner takes it all“ zieht der Gewinner in die Halbfinals ein und der Verlierer kann die Ferien buchen.














































































