Das erste Spiel der Halbfinals war völlig different im Vergleich zu den sieben Kampfspielen in den Viertelfinals. Lausanne ist ein Gegner der so wie Olten das gepflegte Offensivhockey liebt, gleichzeitig aber auch die defensiven Aufgaben niemals vernachlässigt. Daher versprechen die Spiele der Serie gegen Lausanne im hockeytechnischen Bereich eine grössere Attraktivität als dies gegen Langenthal der Fall war. So viel kann für die kommenden Spiele bereits prognostiziert werden.
Dass die Lausanner sehr wohl für höhere Aufgaben fähig wären, zeigten sie in Spiel eins mehrmals, aber wie meist in dieser Saison war dies lediglich ansatzweise der Fall. Nur teilweise liessen die Waadtländer ihr Offensivpotenzial aufblitzen und die Defensive hatte zudem einige Mängel vorzuweisen. Während den Sturm und Drangphasen der Waadtländer stand die EHCO-Verteidigung so gut es ging wie eine Mauer in der Brandung und wurden dabei tatkräftig von Torhüter Leimbacher unterstützt. Eine makellose Defensivleistung wird gegen diesen HCL in der gesamten Serie das beste Rezept sein um ihn zermürben zu können.
Es ist aber nicht so, dass die Oltner offensiv nichts zu Stande bringen würden, im Gegenteil. Mehrmals verpassten die Einheimischen nur knapp einen Torerfolg und das erste Drittel konnten sie äusserst ausgeglichen gestalten. Und als Patric Della Rossa, nach dem ihn sein hartnäckiger Gegner nicht genügend stören konnte, 25 Sekunden vor dem ersten Pausentee zum 1:0 traf, waren plötzlich alle Vorteile auf Oltner Seite.
Auch im zweiten Drittel waren wenig eklatante Unterschiede in der Leistung der beiden Teams zu beobachten. Ihren offensiven Höhepunkt fand die Partie zwischen der 29. und der 32. Minute. Zuerst traf der Lausanne-Kanadier Jonathan Roy nach dem Leimbacher den Puck bereits entschärft zu haben schien, aus spitzestem Winkel zum 1:1 Ausgleich. Praktisch im Gegenstoss schloss Martin Wütrich einen Konter aus halblinker Position mit einem satten Schuss rechts an Torhüter Mona vorbei zum 2:1 ab. Auch darauf wusste der HCL eine Antwort. Die Lausanner rissen die EHCO-Defensive gleich so auseinander, dass die Zuteilung in der Hintermannschaft nicht mehr stimmte und Stefan Schnyder ohne Gegenwehr einen Pass im Slot annehmen und im Oltner Tor zum 2:2 versenken konnte.
Das dritte und somit letzte Drittel sollte den Höhepunkt in einer attraktiven Partie für den EHCO darstellen. Dabei kam es in der 43. Minute zu einer äusserst delikaten Situation vor HCL-Hüter Mona. Nach dem ein Lausanner einen EHCO-Gegenspieler unsanft in den eigenen Torhüter schubste, hob sich der Arm von Schiedsrichter Koch sofort. Der Oltner verliess dabei so schnell als möglich den Torraum wieder, gleichzeitig hatte sich Gian-Luca Mona wieder aufzurichten, was ihm allerdings in der Zeit bis zu Pargätzis Schuss nicht gelang und die Oltner somit erneut in Führung gingen. Die Lausanner Proteste, in erster Linie von Torhüter Mona, waren natürlich gross. Mit seinen Gesten hatte der Waadtländer Goalie Glück, dass er ohne Strafe davon kam. Das Tor war allerdings absolut korrekt zu Stande gekommen.
Der HCL suchte nun konsequent den Weg zum EHCO-Tor und hatte bis zum Schluss des Spiels leichte Oberhand. Allerdings schwächten sich die Lausanner in der Schlussphase zwei Mal selbst, als in der 52. Minute zuerst Schilt und in der 56. Zalapski die Strafbank hüteten. Zarley Zalapski seinerseits sass nicht lange in der Kühlbox, denn kurz nach Spielwiederbeginn zog Topskorer Kelly ab, der Schuss landete irgendwo am Körper eines HCL-Verteidigers, Jeff Campbell sah den freiliegenden Puck als erster und verwandelte eiskalt zum vorentscheidenden 4:2. Das 5:2 durch Maurer ins leere Tor war dann nicht mehr als Zugabe.
Das erste Spiel ging also an den EHCO, am Freitag geht’s in der Lausanner Malley in die zweite Runde. Seien auch Sie dabei und unterstützen Sie den EHCO in diesem schwierigen Auswärtsspiel. Für 7.50 Franken reisen Sie nach Lausanne und zurück. Alle weiteren wichtigen Informationen finden sie auf dieser Seite.





































































