Passspiel und Defensive ausbaufähig

31.8.2010

Der EHCO gewann gegen den französischen Meister das zweitletzte Vorbereitungsspiel doch noch mit 3:2 Toren.

Was über grosse Weiten des Spiels auffiel, war das ziemlich schwache Passspiel auf Seiten der Oltner, welches mehrmals zu einem Raunen auf den Zuschauerrängen führte. Entweder waren die Pässe zu ungenau, die Spieler standen am falschen Ort oder die Pässe wurden direkt dem Gegner auf die Kelle serviert. Neben der teilweise weiterhin fehleranfälligen Defensive, gehört das Passspiel definitiv zu den ausbaufähigsten Bereichen des EHCOs. Gerade im Bezug aufs Passspiel muss allerdings angefügt werden, dass Ratushny noch nicht seine definitiven Linienzusammenstellungen gefunden hat und so auch während dem Spiel zwischendurch gewisse Linienumstellungen vornahm.

Dass die Dragons de Rouen zum Besseren gehören, was das französische Hockey zu bieten hat, zeigte sich in ihrer Abgeklärtheit und der Effizienz. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Franzosen am vergangenen Wochenende innerhalb von drei Tagen drei Spiele zu absolvieren und somit im Gegensatz zu den spielfreien Oltner die schwereren Beine hatten. Ohne diese Konstellation einzubeziehen, zeigte sich den 493 Zuschauern über weite Teile ein ausgeglichenes Spiel. Die Oltner hatten bereits zu Beginn gute Chancen und hätten in Führung gehen müssen. Dies taten dann aber die effizienteren Franzosen, zuerst nach einem sehenswerten Solo von Mathieu Brunelle. Nur rund sieben Minuten später glaubte Leimbacher den Puck unter sich begraben zu haben, als Carl Malette den Puck nur noch zum 0:2 einzuschieben brauchte.

Eine halbe Minute vor der ersten Pause würgte Marco Vogt nach einem beherzten Angriff den Puck zum 1:2 rein. Das Resultate ging zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung. Ab der 25. Minute bis zum zweiten Drittelsende brachten sich die Oltner durch Strafen mehrmals selbst unnötig in Bedrängnis, die Franzosen wussten diese Strafen allerdings nicht auszunutzen. Dabei darf ruhig erwähnt werden, dass das Boxplay der Oltner seinen Teil dazu beitrug.

Erst im letzten Drittel gelangen dem EHCO immer wie gefährlichere Angriffe. Ein solcher konnte nach einer schönen Passstafette über drei Spieler durch Annen zum 2:2 Ausgleich genutzt werden. Der im letzten Drittel eingewechselte Goalie Ylönen sah dabei wenig überzeugend aus, wie auch beim 3:2 durch Krebs in der 54. Minute. Nach einem Abwehrversuch brachte Ylönen den Puck nämlich nicht unter Kontrolle und die Nummer 10 des EHCOs musste den Puck nur noch ins Tor stochern.

Offensiv vermochte der EHCO also gerade im letzten Drittel mit einigen schönen Aktionen zu glänzen. Der Feinschliff allerdings fehlt noch, speziell was das Passspiel und auch was die Defensive anbelangt. Um sich diesen zu holen, bietet sich den Oltner am kommenden Samstag gegen den HC Lausanne die letzte Möglichkeit vor dem Saisonstart.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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