Langenthal trotz kuriosem Eigentor Oltens chancenlos

5.2.2012

Just vor den Playoffs mausert sich der EHCO womöglich zum Team der Stunde. Nach starker Mannschaftsleistung wurde der SC Langenthal mit 4:1 vom Eis gefegt.

Langenthal trotz kuriosem Eigentor Oltens chancenlos

Jeff Campbell (am Bully) und sein Sturmpartner Brent Kelly (nicht im Bild) blieben mehrheitlich blass.

Definitiv von der Sorte kurios war der Langenthaler Anschlusstreffer im zweiten Drittel, denn es war vielmehr der dritte Treffer eines Oltner Schützen. Verteidiger Simon Schnyder beabsichtigte nämlich die Scheibe hinter dem Tor durchzuspielen, erwischte aber den eigenen Torhüter Michael Tobler. Die Aktion erinnerte stark an das Eigentor von Nationalverteidiger Philippe Furrer, der an der WM 2008 Martin Gerber mit einem Slapshot bezwungen hatte. Da dieses eine Tor das einzige für die Oberaargauer bleiben sollte, durfte Tobler zumindest einen moralischen Shutout seinem Konto hinzufügen.

Maurer besiegelt den Untergang

Der EHCO seines Zeichens war in Sachen Torproduktion wesentlich erfolgreicher als der Zweitplatzierte der Qualifikation. Wenn auch die Anfangsphase optisch eher dem SC Langenthal gehörte, liess Kent Ruhnkes Team im Grunde nie Zweifel offen, den Sieg am Ende ins Trockene zu bringen. Den Untergang Langenthals besiegelte David Maurer mit seinen Saisontoren 4 und 5 im letzten Abschnitt schliesslich im Alleingang. Maurer lief kurz nach der zweiten Pause mit viel Tempo ins gegnerische Drittel und erwischte Marc Eichmann mit einem satten Zugschuss in der oberen weiten Ecke. Ein Geschoss, das haargenau passte, wohl aber haltbar gewesen wäre. Nach seinem 3:1 hatte der kräftige Flügel Lunte gerochen. Rund zehn Spielminuten später brachte er den Langenthaler Schlussmann mit einem Schuss aus fast derselben Position in Not. Gegen den zweiten Abschluss Maurers nach einer kurzen Druckphase blieb Eichmann chancenlos.

DaSilvas Kabinettstückchen

Den Torreigen eröffnet hatte der Einzige, zurzeit einsatzfähige Oltner Ausländer mit einer wunderschönen Einzelleistung in Unterzahl. Im Stile eines Topscorers umkurvte Dan DaSilva in der 11. Spielminute die verdutzt scheinende Langenthaler Hintermannschaft und versenkte den Puck in der linken Ecke. Von diesem Zeitpunkt an dominierten die Gastgeber Langenthal praktisch nach Belieben. Vor allem im physischen Bereich waren die Oberaargauer meist krass unterlegen. Unmittelbar vor dem fatalen Eigentor war es Unglücksrabe Schnyder, der mit einem Pass in die Tiefe das 2:0 durch Bruno Marcon eingeleitete. Der immer besser in Fahrt kommende Marcon, liess Eichmann im Alleingang eiskalt aussteigen. Ein Treffer der förmlich in der Luft gelegen hatte. Denn kurz vor dem 2:0 annullierte Head Michael Küng ein Tor von Romano Pargätzi – gemäss diesem wohl zu Recht – wegen vorausgehend verschobenem Tor. Letztlich blieb Langenthal aber zu keinem Zeitpunkt imstande eine Reaktion zu zeigen, womit sich der EHCO den dritten Sieg im fünften Derby holte. Die Frage, ob es in dieser Saison noch weitere Aufeinandertreffen der Erzrivalen geben wird, dürfte Mitte nächster Woche beantwortet sein. (Yann Schlegel)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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