Bereits nach rund anderthalb Minuten sorgte Brent Kelly für das schönste Tor des Abends. Nach einem mustergültigen Pass von seinem Kumpanen Campbell in die Mitte zog Kelly auf und davon und bezwang Torhüter Berghammer gekonnt mit einem Backhand unter die Latte versenkten Knaller.
Wie zuletzt war auch an diesem Abend die Linie rund um die beiden kanadischen Söldner extrem auffällig, es aber noch zu oft im Abschluss haperte. So gingen nur zwei der acht Tore auf das Konto der beiden Kanadier. Ebenfalls trafen Diego Schwarzenbach, Janick Holzer, Remo Meister, Martin Wüthrich und als einziger Doppeltorschütze des Abends Remo Hirt.
Seit seiner Verletzung erst beim zweiten Ernstkampf im Einsatz in dieser Saison, zeigte Antti Ruotsolainen wie wertvoll er für den EHCO sein kann. Als typischer Powerforward liess er nie locker, glaubte nie, dass ein Puck verloren wäre und sorgte nebenbei noch für einige gefährliche Szenen vor dem Landshuter Tor. Eine echte Bereicherung für das Team und ein extrem wichtiges Puzzleteil im Gefüge.
Einziger kurzfristiger Wehmutstropfen war der Ausfall von Patrick Bloch nach rund zehn gespielten Minuten im ersten Drittel. Nach einem unsauberen Check des Sohnes der EHCO-Legende Kühnhackl gegen Blochs Knie, blieb der Oltner Verteidiger schmerzverzerrt liegen. Allerdings wurde er einige Zeit später bereits wieder gut gelaunt auf der Tribüne gesichtet und somit kann davon ausgegangen werden, dass ihm kein längerer Ausfall drohen wird.
Auch die Landshuter Kannibalen waren keine echten Gradmesser für den EHCO, obwohl sie sich ernsthaft darum bemühten und in erster Linie im Powerplay zu Chancen kamen, aber dort extrem ineffizient agierten. Einzig im anschliessenden spasseshalber durchgeführten Penaltyschiessen führten sie den EHCO regelrecht vor. Wie bereits letzte Saison, scheint hier das Sorgenkind der Oltner zu liegen. Immerhin scheint klar zu sein, dass Brent Kelly bei Eins-gegen-Eins-Situationen keine Nerven hat und seinen Penalty todsicher verwandelte, während bis auf Schwarz die anderen Torschützen versagten. Grösster Schwachpunkt war allerdings in diesem Teil des Spiels die sonstige Lebensversicherung Urban Leimbacher. Wie schon beim 3:1 in der regulären Spielzeit sah er auch bei allen Eins-gegen-Eins Situationen im Penaltyschiessen alles andere als gut aus.
Der Tag der Wahrheit rückt näher und er wird hart. Mit Lausanne ist am kommenden Freitag zum ersten Meisterschaftsspiel ausgerechnet der Spitzenanwärter der NLB zu Besuch!



































































