Das Herzschlagfinale, nichts für schwache Nerven

7.3.2010

Der EHCO zwang die Oberaargauer im Spiel sieben doch noch definitiv in die Knie, mit einem 2:0 Sieg vor 5506 Zuschauern.

Dass die Ausgangslage für einen Hitchcock Film nicht besser hätte sein können, war spätestens nach dem Sieg des SCL vom letzten Freitag und dem damit verbundenen Ausgleich der Serie klar. Nach dem siebten und letzten Spiel durften die einen die Halbfinals planen, die anderen die Ferien.

Die Spannung war erneut wie in Spiel sechs unerträglich, zumal die beiden Mannschaftens sich einerseits erneut gut neutralisierten und andererseits die vorhandenen defensiven Unzulänglichkeiten nicht auszunutzen vermochten. Gerade Olten wirkte zu Beginn des Spiels etwas nervöser und hatte vor allem bei der Angriffsauslösung erheblich Mühe. Ein erneut knapper Spielausgang schien unausweichlich.Der EHCO verzeichnete zudem viele Eigenfehler in der Defensivarbeit, was der SCL zum grossen Glück aus Oltner Sicht aber nicht auszunutzen vermochte. Offensiv andererseits kam der EHCO zwar zu guten Abschlussmöglichkeiten, anstatt die Schüsse zielgenau zu platzieren, schossen die Oltner aber meist mit voller Wucht auf Eichmanns Körper. Die Torflaute des EHCOs wurde langsam aber sicher beängstigend, über 140 Minuten trafen die Grün-Weissen das gegnerische Gehäuse nicht mehr. Andererseits wussten die Oltner einen Urban Leimbacher im Tor, der in dieser Form absolut Gold wert ist.
In der 44. Minute hatte Wühtrich das 1:0 auf dem Stock, als er nach einer schönen Passstafette über Brägger und Schwarz, nach dem Eichmann bereits geschlagen war, den Puck neben den Kasten setzte. Einige Sekunden später hatte die dritte Linie des EHCOs aber endlich das nötige Glück und Tassilo Schwarz versenkte den Puck zum 1:0 in die Maschen. Das Stadion war in Ekstase, der Optimismus, dass die Serie aus Oltner Sicht doch noch ein glückliches Ende finden würde, war zurück.
Der SCL war nun natürlich erstrebt den Ausgleich zu suchen, je länger das Spiel dauerte umso mehr mussten die Langenthaler ihr Spiel aber auch öffnen. Und tatsächlich, in der zweitletzten Spielminute konnten Campbell und Aeschlimann einen zwei gegen eins Konter fahren, welcher Aeschlimann sehenswert abschloss und das Kleinholz in ein Tollhaus verwandelte. Die Halbfinalqualifikation war geschafft!

Am Dienstag um 20.00 Uhr im Stadion Kleinholz beginnt bereits die Halbfinalserie, Gegner wird der HC Lausanne sein, der seinerseits im siebten und letzten Spiel den HC Ajoie mit 3:0 besiegte. Es darf mit Spannung erwartet werden, wie sich die Oltner gegen den Aufstiegsaspiranten schlagen werden und ob die offensive Durchschlagskraft wieder zurück ist.

Stimmen zum Spiel...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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