Nicht zu übersehen war vor allem in der Anfangs- und in der Schlussphase, dass die Spieler des EHCOs eine ungemein intensive Woche hinter sich hatten. Schienen zu Beginn vor allem die Beine müde zu sein, klappte gegen das Ende des Spiels das Passspiel nur noch selten fehlerfrei. Trotzdem kam es zu einem nie gefährdeten 5:2 Sieg für die Dreitannenstädter.
Kaum hatte Schiedsrichter Koch den Puck zum Anspiel freigegeben, leuchtete bereits zum ersten Mal die rote Lampe hinter dem Tor des Ravensburger Torhüter auf. Maurer traf nach einem schnellen Angriff zum 1:0. Ausnahmsweise war an diesem Abend im weiteren Verlauf des Spiels allerdings nicht wie zuletzt die Linie rund um Maurer und den beiden Kanadiern Campbell und Kelly tonangebend, sondern das bereits am vergangenen Samstag in Flims überzeugende Sturmtrio um Schwarzenbach, Hirt und Annen. So war mindestens einer dieser Spieler bei drei der fünf EHCO-Toren beteiligt. Remo Hirt seinerseits zeigte sich den 425 Zuschauern bei seinen zwei Erfolgserlebnissen von seiner hockeykünstlerischen Seite. Das 2:0 erzielte er aus spitzestem Winkel, aus kürzester Distanz Backhand unter die Latte. Und beim vorentscheidenden 5:1 liess er bei seinem Solo dem gegnerischen Torhüter keine Chance.
Die Deutschen ihrerseits schienen je länger das Spiel dauerte, den längeren Atem zu haben als die Heimmannschaft. Zu Beginn bekundeten sie zwar etwas Mühen ins Spiel zu kommen. Nach der Angewöhnungsphase konnten sie aber mehrere kleinere Druckphasen auf das Gehäuse von Urban Leimbacher starten, die allerdings selten zu wirklich gefährlichen Abschlüssen führten. Zudem fanden die Oltner in den Deutschen zum ersten Mal seit längerem wieder ein Team, das auch defensive extrem konzentriert spielte und somit manchen Angriff der Dreitannenstädter unterbinden konnten. Während Urban Leimbacher beim 3:1 durch Christopher Oravec nicht die beste Figur machte, hatte er beim 5:2, nach einem Fehlpass von Campbell, gegen den solo auf ihn zustürmenden Ben Thomson keine Abwehrchance. Am meisten überzeugen konnten bei den Deutschen aber die mitgereisten, stimmungsfreudigen Fans und der immer besser werdende Torhüter.
Im übrigen schienen die Schiedsrichter zumindest mental noch nicht aus den Sommerferien zurück zu sein. Wie sonst ist zu erklären, dass Schiedsrichter Koch und seine Assistenten erst nach einigen gespielten Minuten bemerkten, dass bei beiden Team die Hauptfarbe des Leibchens weiss war. Die Ravensburger hatten glücklicherweise einen Ersatz in blau dabei, womit es mitten im Spiel zum unfreiwilligen Trikottausch für die Deutschen kam.





































































