Mit Haldimann, Lüthi, Ruotsalainen und neu mit Marcon fehlten erneut vier Stammkräfte. Diese Absenzen waren allerdings einzig in der Defensive spürbar. Mit einer äusserst starken Leistung konnten die Oltner vor erneut gut 1000 Zuschauern in ihrem dritten Testspiel die Gäste aus Ambri mehr als nur kitzeln. Trotzdem reichte es auch diesmal nicht zum Sieg und der EHCO verlor denkbar knapp mit 4:5 gegen den NLA-Vertreter (Tore EHCO: Aeschlimann, Bloch, Annen, Wüthrich). Dazu gehörten auch schöne Einzelaktionen unter anderem von den beiden Söldnern, die sich langsam aber sicher an das grössere Eisfeld angepasst haben.
Auch wenn die aktuellen Blockzusammenstellungen kaum die definitiven sein werden, sind gewisse Tendenzen ersichtlich. Die nominell vierte Linie und somit die, die der gegnerischen Toplinie das Leben schwer machen soll, erfüllte ihre Aufgabe dabei gegen die Tessiner am überzeugendsten. Maurer und Wüst als physische Elemente, die dem Gegner das Spielen schwer machen und Vogt als der technische Part, der die torgefährlichen Akzente setzt. Es ist ohnehin erstaunlich wie abgeklärt und sicher der von Biel herkommende 20-jährige Vogt sich präsentiert.
Die Söldner spielten gegen Ambri-Piotta zum ersten Mal im selben Block. Sertichs (ein Assist) Leistung blieb zuerst diskret, doch mit Fortdauer des Spiels zeigte er unter anderem seine Spielführerqualitäten. Germyn gefiel dabei erneut durch Kampfgeist und physischer Präsenz. Das nordamerikanische Duo wurde dabei durch Cyrill Aeschlimann perfekt ergänzt, so wie es das Oltner Eigengewächs letztes Jahr bereits zwischen Kelly und Campbell des öfteren tat. Optisch betrachtet war dies offensiv betrachtet gegen den Tessiner Dorfklub nicht die stärkste Linie. Der Block rund um die kleiner gewachsenen Krebs, Schwarzenbach und Wüthrich glänzte nämlich mit schönen Kombinationen und starken Dribblings (wie beim 4:3 durch Wüthrich) und brachten es so zustande auch den NLA-Vertreter schwindlig zu spielen.
Die Grosse Stärke ist dabei bereits jetzt ersichtlich: Die Ausgeglichenheit des Teams. Als einzige Sturmformation fehlte bei Annen, Della Rossa und Hirt noch ein wenig die Harmonie, und trotzdem waren sie für das am schönsten herausgespielte Tor des Abends verantwortlich (3:2).
Erneut versetzte dem zahlreich anwesenden Publikum die schlechte defensive Zuteilung zu Beginn des Spieles einen kleinen Schock. Nach dem die EHCO-Defensive den Puck nicht aus dem eigenen Drittel brachte und dabei beinahe ein Eigentor fabrizierte, blieb HCAP-Kanadier Martin Kariya am lockersten und traf zur 0:1 Führung. Auch wenn im weiteren Verlauf des Spiels sich die Mannschaften meist auf Augenhöhe begegneten, so kam bei den Offensivaktionen der Biancoblu die NLA-Abgeklärtheit zum Vorschein, die die EHCO-Defensive mehrmals in Verlegenheit brachte. Mit schnellen Kontervorstössen brachten die Tessiner die defensive Zuteilung der Oltner meist ziemlich durcheinander. Kommt hinzu, dass bei einem Vorstoss eines Verteidigers zu selten ein EHCO-Stürmer dessen Position einnahm und somit nach hinten absicherte. Dies führte immer wieder zu unnötigen Freiräumen für die Gäste aus Ambri, welche sie wie bereits erwähnt unter anderem zum 0:1 oder zum 3:3 durch Duca auszunutzen wussten.
Das Dargebotene stimmt aber zuversichtlich und mit dem Spiel vom kommenden Dienstag gegen den HC Ajoie, erneut im Oltner Kleinholz, dürfte mit einer ähnlichen Leistung wie gegen die Tessiner, ein für die Moral willkommener Sieg in Reichweite liegen.














































































