Niederlage nach überheblichem Auftritt

Der EHC Olten unterliegt dem HC Thurgau in Weinfelden verdientermassen 3:2. 

Garage Marti

Auch ohne den verletzten Topscorer Stanislav Horansky bereitete die Offensivpower der Gäste aus Olten den Thurgauer Leuen von Beginn weg Probleme. Die Defensive um die beiden Ex-Oltner Simon Schnyder und Patrick Parati wurde früh in der eigenen Zone eingeschnürt. Die logische Folge war der Führungstreffer durch Tim Stapleton in der achten Minute. Der US-Amerikaner traf mit einem satten Handgelenkschuss nach Pass von Landsmann Ryan Vesce. Trotz der anfänglichen Überlegenheit hatten die Oltner Glück, nicht schon mit 1:0 in Rückstand zu sein. Aus dem Nichts tauchte in der fünften Minute Cameron Braes auf, der nur das Torgehäuse traf. Lange hielt die Führung der Gäste dennoch nicht. Der zuvor glücklose Braes bediente Jaedon Descheneau, welcher in vollem Speed vor Matthias Mischler durchfahren konnte und den am Boden liegenden Oltner Hüter zum 1:1 bezwingen konnte. Die Thurgauer, welche zu Beginn noch sehr tief in der eigenen Zone auf die Gäste warteten, rochen daraufhin Lunte und agierten nun aktiver. In der Folge war das Spielgeschehen offener. Klare Torchancen waren jedoch keine mehr auszumachen, sodass es mit einem 1:1-Unentschieden in die erste Pause ging.

Mangelhafte Passqualität und fehlender Wille
Das Mitteldrittel war noch keine zwei Minuten alt, als die Thurgauer zum ersten Mal in Führung gehen konnten. Patrick Brändli traf auf Pass von Michael Loosli. Die Thurgauer Nummer 91 checkte den scheibenführenden Oltner Verteidiger hinter dem Tor in die Bande und spielte die freiliegende Scheibe zu seinem Linienkollegen. Nach dem 2:1 waren es weiterhin die Leuen, die das Spieldiktat in die Hand nahmen. Die Oltner auf der anderen Seite fielen vor allem durch mangelhafte Passqualität auf. So war es auch nicht weiter erstaunlich, dass Grosschancen bis Spielende ausbleiben sollten. Wer auf Oltner Seite auf eine Wende im Schlussdrittel hoffte, wurde enttäuscht. Auch da starteten die Leuen furios. Eine erneute doppelte Überzahl war die Belohnung. Und diesmal klappte es für die Ostschweizer. Die zweite Fünf-gegen-Drei-Situation nützten die Thurgauer eiskalt aus. Der überragende Cameron Braes traf zur 3:1-Führung nach 44 gespielten Minuten. Mit Entschlossenheit und Willen hinderten sie die Dreitannenstädter schon früh am Zoneneintritt. Devin Mullers offsideverdächtiger Anschlusstreffer im Powerplay blieb lediglich Resultatkosmetik. Auch ohne Torhüter schaften es die Oltner nicht, die Scheibe ein drittes Mal in Schwendeners Gehäuse unterzubringen. Nicht nur die Passqualität war das Problem am heutigen Abend. Zu lustlos wirkten die Akteure in den weissen Shirts bei ihrem Gastspiel in der Ostschweiz.

Derby vor der Türe
Nach zwei Niederlagen in Folge wartet als nächstes das heute spielfreie Langenthal auf die Dreitannenstädter. Am Freitag kommt es im Schoren um 20:00 Uhr bereits zum dritten Derby der Saison 2017/2018. In den bisherigen beiden Partien konnten die Oltner jeweils als Gewinner vom Eis. Sowohl im Cup (3:2 n.V.), wie auch in der ersten Partie der Saison (3:1) konnte man jeweils die Oberhand behalten. Alle Infos zum Vorverkauf der 300 Auswärtstickets erhalten sie hier. (dh/Bilder: Marc Schumacher/freshfocus)

HC Thurgau - EHC Olten 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
842 Zuschauer. Sportanlage Güttingersreuti - SR Koch, Weber/Kehrli, Ströbel. - Tore: 8. Stapleton (Vesce) 0:1. 9. Descheneau (Braes, Spiller) 1:1. 22. Brändli (Loosli) 2:1. 44. Braes (Ausschluss Wyss, Grieder) 3:1. 52. Muller (Ulmer, Mäder / Ausschluss Küng). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3mal 2 Minuten gegen Olten.

Das Spiel zum Nachlesen: Liveticker.

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