Playoffunwürdiger Auftritt in Rapperswil

Die Oltner verlieren gegen Rapperswil-Jona ein Spiel, indem sie in jeglicher Hinsicht unterlegen waren, mit 4:1. Um den Turnaround in der Serie zu erreichen, braucht es am Freitag eine deutliche Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft.

Garage Marti

Symptomatisch das Verhalten der Lakers nach dem Spiel. Mit der Welle für die eigenen Fans wurde gewartet, bis Best Player Knelsen sein Präsent an der Bande abgegeben hatte. Als Einheit verabschiedete sich eine Mannschaft von ihren Fans, die die Dreitannenstädter nun viermal in Folge besiegen müssen, wenn der Traum vom Halbfinale bestehen bleiben soll.

Effiziente Lakers
60 Spielminuten zuvor starteten ebendiese Oltner miserabel in die dritte Direktbegegnung. Während den ersten fünf Minuten war ihnen die Verunsicherung und Nervosität anzusehen. So dauerte es auch lange, bis ein erster Abschluss aufs Tor vom herausragenden Melvin Nyffeler kam. In der Folge übernahmen die Gäste zunehmend das Spieldiktat gegen die Lakers, die zu diesem Zeitpunkt schon führen müssten. Es brauchte eine Strafe von Rouiller, bis die Rosenstädter, die sich zwischenzeitlich aufs Kontern fokussierten, wieder offensiv in Aktion traten. Auf das 1:0 durch Knelsen, bei welchem der Puck von Mischlers Schulter in hohem Bogen über den Oltner Schlussmann abprallte, folgte nur 51 Sekunden später das 2:0 durch Cyrill Geier, der bei seinem Treffer alleine im Slot stehend alle Zeit der Welt hatte die Scheibe an Mischler vorbeizustochern. Auch wenn der Torhüter beim Abpraller schlecht aussah, bleibt auch an den inexistenten Verteidigern eine gewisse Mitschuld haften. Auf die gnadenlose Effizienz der Lakers antworteten die Oltner mit Polanskys Treffer kurz vor Drittelsende, der aufgrund der Spielanteile verdient war und im gut gefüllten Oltner Sektor die Hoffnung auf eine Wende nährte.

In allen Belangen unterlegen
Im zweiten Drittel rannten die Oltner grösstenteils der Scheibe hinterher, was zu vielen Strafen gegen die Gäste führte. Aufgrund der läuferischen Überlegenheit der Lakers zumeist wegen Behinderung oder Hakens. Somit blieb die Hoffnung auf die Wende, die kurz vor Ende des ersten Drittels durch den Anschlusstreffer aufkeimte, ein Strohfeuer gegen souveräne Lakers. Das 3:1, welches aufgrund der Dominanz des Heimteams nur eine Frage der Zeit war, besorgte Hügli in der letzten Minute des Mittelabschnitts. Dion Knelsen liess gleich zwei Oltner Verteidiger stehen und spielte danach den perfekten Querpass auf den freistehenden Goalgetter, der im Powerplay per One-Timer einnetzen konnte. Knelsens 4:1 in der 56. Minute sicherte den Sieg endgültig.

Das Saisonende verhindern
Die Oltner enttäuschten beim dritten Aufeinandertreffen in allen Belangen und sind nun gefordert. Die defensiven Aussetzer müssen möglichst schnell minimiert werden, während die offensive Ausbeute deutlich gesteigert werden muss. Alles andere als ein Sieg am Freitag bedeutet das sofortige Saisonende zu einer Zeit, in der bei vielen die Playoff-Bärte erst zu spriessen beginnen. (dh)

 

SC Rapperswil-Jona Lakers - EHC Olten 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)
St.Galler Kantonalbank Arena: 2926 Zuschauer.
Tore: 16. Knelsen (Sataric) 1:0 (Ausschluss Rouiller)
17. Geyer (Rizzello) 2:0
20. Polansky (Barbero, Ulmer 2:1 (Ausschluss Geyer)
40. Hügli (Knelsen) 3:1 (Ausschluss Mäder)
56. Knelsen (Aulin, Sataric) 4:1 (Ausschluss Polansky, Feser)

8x2 Minuten gegen Lakers, 11x2 Minuten gegen Olten.
Best Player Lakers: Dion Knelsen    Best Player Olten: Jiri Polansky

 

WAM 00123