Eishockey Club Olten
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Riesen-Rytz rettet den Zusatzpunkt

Über den Kampf findet der EHC Olten im Schlussabschnitt zurück ins Spiel und gewinnt letztlich nach Penaltyschiessen mit 3:2. Grossen Anteil am zweiten Heimsieg des neuen Jahrs hatte Simon Rytz. 

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Alles begann für die Oltner so gut - ehe die Mannschaft von Bengt-Ake Gustafsson im Mittelabschnitt plötzlich wieder völlig den Faden verlor. Dieses zwanzig Minütige Blackout hätte beinahe wieder dazu geführt, dass die Gäste sämtliche Punkte aus dem Kleinholz entführt hätten. Doch Simon Rytz verhinderte in dieser schwierigen Phase schlimmeres und musste sich "nur" zweimal bezwingen lassen. Der EHCO hielt somit das Schicksal vor dem Schlussabschnitt in den eigenen Händen. Und tatsächlich: Mit Jay McClements Luckypunch in Überzahl wendeten die Oltner das Blatt zu ihren Gunsten.

Dabei hatten die Platzherren im ersten Drittel zu überzeugen gewusst. Noch war nicht alles Gold was glänzt - aber die Oltner erzeugten gegen die aufstrebenden Neuenburger die besseren Torchancen und wurden belohnt: Die momentan für fast alle Tore zuständige Linie um Brian Ihnacak, Devin Muller und Lukas Haas sorgte mit einer schönen Kombination für den Führungstreffer. Als dann kurz vor der ersten Sirene David Stämpfli einen vierminütigen Ausschluss aufgebrummt erhielt, schien alles angerichtet für einen nahtlosen Übergang ins Mitteldrittel. Die Oltner versäumten jedoch das Überzahlspiel komplett. La Chaux-de-Fonds fasste plötztlich Mut und überrollte die desolaten Oltner bis zur zweiten Sirene. Bei den unzähligen Angriffswellen und den 19 Abschlüssen des HCC konnte der EHCO die tief sitzende Verunsicherung nicht kaschieren.

Bengt-Ake Gustafsson sah sich zum Handeln gezwungen: Weil Stefan Mäder verletzt ausfiel, stellte der Headcoach im Schlussabschnitt auf drei Angriffsformationen um. Ueli Huber und Marc Sahli nahm er aus dem Spiel. Dies verlieh dem Oltner Angriffsspiel neuen Schwung. Noch blieb das Aufbauspiel fehlerhaft, noch haftete den Spielern bei den Abschlüssen Unvermögen an der Stockschaufel, noch war zu vieles Flickwerk. Und noch immer durfte und musste sich der EHCO auf den glänzend aufgelegten Simon Rytz verlassen. La Chaux-de-Fonds leistete sich - die drei Punkte vor Augen - zwei dumme Strafen. Olten nutzte die Erste zum Ausgleichstreffer, verpasste es aber gleich nachzudoppeln. In der Verlängerung blieb es über die gesamten fünf Minuten beim Abtasten, womit das Penaltyschiessen entscheiden musste. Ulmer, Schirjajew und letztlich McClement trafen für die Oltner und sicherten dem EHCO somit den Zusatzpunkt.  Der zweite Heimsieg in diesem Jahr könnte für die Moral immens wichtig sein. Für ein starkes Zeichen sorgte der Oltner Anhang.  Trotz der Achterbahnfahrt feierten die Fans ihre Mannschaft nach dem Sieg ausgiebig. Am Wochenende geht es mit einer Doppelrunde weiter. Am Freitag kämpft der EHCO in der Ajoie um Rang drei - am Samstag sind die Junglöwen zu Besuch. (yas)

EHC Olten - La Chaux-de-Fonds 3:2 n.P. (1:0, 0:2, 1:0; 0:0)
Kleinholz. – 3011 Zuschauer. – SR Staudenmann/Weber, Dreyfus/Wermeille. – Tore: 4. Ihnacak (Haas, Muller) 1:0. 26. Weisskopf 1:1. 40. (39:49) Forget (Weisskopf) 1:2. 57. McClement (Muller, Haas) 2:2. – Penalties: Ulmer: 1:0. Forget: 1:1. Ihnacak: –. Sterchi: –. Muller: –. Burkhalter: –. Schirjajew: 2:1. Schwarzenbach: 2:2. McClement: 3:2. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen La Chaux-dre-Fonds.
Olten: Rytz; Bucher, Lüthi; Zanatta, Grieder; Bagnoud, Barbero; Fröhlicher; Schirjajew, Mäder, Ulmer; Wyss, Schneuwly, Huber; Muller, Ihnacak, Haas; Sahli, McClement, Aeschlimann.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Jaquet, Weisskopf; Stämpfli, Erb; Eigenmann, Zubler; Hunziker, Shala; Bonnet, Forget, Sterchi; Grezet, Burkhalter, Carbis; Schwarzenbach, McPherson, Augsburger; Küng, Hobi, Dubois.
Bemerkungen: Olten ohne Heughebaert (Trauerfall in der Familie), Rouiller, Hirt, Horansky, Truttmann, Matter, Duarte (alle verletzt) sowie Vodoz (überzählig, mit Zuchwil im Einsatz). 64. Timeout Olten. La Chaux-de-Fonds ohne Hostettler (krank), McFarland, Fischer, Ganz, Hofmann (alle verletzt) sowie Allevi, Aeberhard, Schmocker (abwesend).