Thurgau nahe an der Überraschung

Identisches Bild im zweiten Spiel am Finaltag vom EHCO-Cup: Von einem Klassenunterschied war zwischen dem DEL-Vertreter aus Straubing und Thurgau nichts zu erkennen. Und dennoch setzte sich letztlich das höher eingestufte Team durch. 

Garage Marti

Der vermeintliche Favorit tat sich gegen die Ostschweizer schwer, konnte dem Geschehen nie den Stempel aufdrücken – und gewann letztlich dennoch. Oltens Ligakonkurrent Thurgau erzwang dank einem starken Janick Schwendener die Verlängerung. In dieser sorgte dann aber Sandro Schönenberger mit einer feinen Einzelleistung für einen frühen «Sudden Death» der Ostschweizer.

Im Startdrittel plätscherte das Geschehen vor sich hin – erst mit der Schlusssirene geschah Nennenswertes. Thurgau wähnte sich wenige Sekunden vor Drittelsende in der eigenen Zone zu sicher, als der Puck nach einem Ablenker von Mike Hedden plötzlich im Netz zappelte. So deuteten die Zeichen im Mittelabschnitt nach Maury Edwars trockenem Handgelenk-Tor zunächst auf einen mühseeligen, aber ungefährdeten Sieg von Straubing hin. Doch Thurgau nutzte kurz vor der zweiten Pause eine doppelte Überzahlsituation binnen 18 Sekunden zu einem Doppelschlag und somit zum Ausgleich. Fortan bewegten sich die Ostschweizer auf Augenhöhe mit dem DEL-Klub. Nur hatte Straubing in den Schlussminuten den längeren Atem.

Derweil sich draussen der Hitzetag langsam zu Ende neigt, steigt das Stimmungsbarometer und die Temperatur im Kleinholz in Kürze an. Um 20.15 Uhr duelliert sich der Gastgeber mit dem Nationalleague-Klub Gottéron um den EHCO-Cup. (yas)