Torspektakel und Rebreak

Der EHC Olten gleicht die Viertelfinalserie mit dem 4:6-Auswärtserfolg beim HC Thurgau verdientermassen aus. Zehn Tore sorgten für ein spekakuläres Spiel in Weinfelden, in dem MacGregor Sharp mit einem Tor und einem Assist einen gelungenen Einstand feierte. 

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Oltens Head-Coach Chris Bartolone nahm im Vergleich zum ersten Spiel einige Änderungen vor. So kamen mit Alban Rexha und MacGregor Sharp gleich zwei Spieler zu ihrer Premiere im Oltner Dress. Die Umstellungen schienen von Beginn weg zu fruchten, der EHCO kam mit viel Schwung und Tempo aufs Thurgauer Eis. Es war aber das Heimteam welches, den geringeren Spielanteilen zum Trotz, für die Führung besorgt war. In der 18. Spielminute traf Lukas Haas zum vermeintlichen Anschlusstreffer, er stand dabei aber so unglücklich vor der Hintertorkamera, dass die Schiedsrichter den Puck im Tor nicht eindeutig ausmachen konnten. Augenblicke später war das 2:1 dann aber Tatsache. Martin Ulmer verwertete die Vorlage von Sharp erfolgreich. Oltens Neuzugang stand auch kurz nach Beginn des Mittelabschnitts im Zentrum des Geschehens. Nach dem zwischenzeitlichen 3:1 für den HCT sorgte Sharp nach nur gerade 21 Sekunden für den erneuten Anschlusstreffer im zweiten Drittel. Zwar konnten die Thurgauer nach dem Ausgleich durch Bagnoud nochmals vorlegen, doch auf die Tore vier und fünf durch Ulmer und Haas fand das Team von Stephan Mair keine Antwort mehr. HCT-Topskorer Toms Andersons machte seinem Team das Leben am Ende mit einem unerlaubten Check gegen Rouiller nicht einfacher. Die Oltner verwerteten eine doppelte Überzahl nach Andersons Fünfminutenstrafe sowie einer weiteren kleine Strafe zum 4:6 Endstand. 

Auf die Reaktion im zweiten Drittel angsprochen meinte Stefan Mäder, der unter anderem mit einer sensationellen Bully-Erfolgsquote überzeugte: «Wir spielten im Startdrittel besser, die Tore wollten einfach nicht fallen. Im Mittelabschnitt suchten wir mit dem Puck vermehrt den Weg aufs Tor und plötzlich lief es für uns.» Die Thurgauer versuchten sich am Ende nochmals mit allen Kräften gegen die Niederlage zu wehren, der EHCO kämpfte aber seinerseits mit vollem Einsatz gegen ein weiteres HCT-Tor. «In den letzten fünf Minuten haben sie auf einen weiteren Treffer gedrückt, wir haben und aber in die Schüsse geworfen und alles weggeräumt.», so Mäder nach dem Ausgleich in der Viertelfinalserie - und er fügt an: «Mit einer solchen Teamleistung muss es nun auch im nächsten Spiel weitergehen». Dieses findet am nächsten Freitag vor heimischer Kulisse im Kleinholz statt. (pva/Foto: Foto: Marc Schumacher/freshfocus)

 

Thurgau - Olten 4:6 (3:1, 1:4, 0:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1390 Zuschauer. – SR: Potocan/Wirth (Schüpbach/Wolf). – Tore: 12. Moser (Bahar) 1:0. 17. Parati (Brunner) 2:0. 18. Ulmer (Sharp) 2:1. 20. (19:49) Braes (Neher; Ausschluss Bagnoud) 3:1. 21. (20:21) Sharp (Grieder, Rouiller) 3:2. 22. Bagnoud (Aeschlimann) 3:3. 23. Braes (Descheneau, Andersons) 4:3. 26. Ulmer (Horansky) 4:4. 28. Haas (Wyss; Ausschluss Zanzi) 4:5. 44. Wyss (Haas, Schirjajew; Ausschlüsse Descheneau, Andersons) 4:6. – Strafen: 4-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Andersons) gegen Thurgau. 5-mal 2 Minuten gegen Olten.

Thurgau: Schwendener; Parati, Wollgast; Schnyder, Küng; Scheidegger, Wildhaber; Seiler, Kellenberger; Descheneau, Braes, Andersons; Brunner, Neher, Spiller; Arnold, Brändli, Loosli; Moser, Bahar, Zanzi.

Olten: Rytz (ab 21. Mischler); Grieder, Rouiller; Bucher, Lüthi; Zanatta, Fröhlicher; Bagnoud, Aeschlimann; Horansky, Sharp, Ulmer; Schneuwly, McClement, Hirt; Wyss, Schirjajew, Haas; Muller, Mäder, Rexha.

Bemerkungen: Olten ohne Truttmann (verletzt) sowie Huber, Heughebaert, Barbero, Ihnacak, Sahli (alle überzählig) und Vodoz (Zuchwil). – 15. Pfostenschuss Andersons. – 58:02. Timeout Thurgau, bis 59:49 ohne Goalie.