Viel Krampf ohne Ertrag

Der EHC Olten verliert das letzte Vorbereitungsspiel vor 436 Zuschauern 1:2 gegen die GCK Lions.

Garage Marti

Es war die Art Spiel, welche die Oltner auch während der Saison gegen die GCK Lions erwarten dürfen. Die Art Spiel, die ab der kommenden Spielzeit auch gegen die anderen Farmteams aus Biasca und Zug zu sehen sein wird und anhand der aktuellen Kader wohl auch gegen Thurgau und Winterthur. Ein Gegner nämlich, der sich aufopfert, der gekonnt die Rolle des Aussenseiters spielt und vor allem über Konter probiert, selber zu Torchancen zu gelangen. Wird versucht, im Sparmodus solche Gegner zu bezwingen, geht dies trotz spielerischer Überlegenheit oft schief – so auch am heutigen Abend. Die Lions konterten wie erwartet gut und erkämpften sich so in der 30. Minute durch Allevi einen Penalty, welchen Mischler allerdings hielt. Die Oltner ihrerseits versiebten bis zu diesem Zeitpunkt zu viele gute Chancen in aussichtsreicher Position. Erstaunlich oft wurde dabei ein Stock des Mitspielers direkt vor dem gegnerischen Tor gesucht. In der 33. Minute sollte einer all dieser Versuche belohnt werden. Nachdem Mike Breiter sein Soloversuch in Unterzahl von Mischler gestoppt sah, lenkte Diego Schwarzenbach im Gegenzug direkt vor dem GCK-Tor einen harten Pass von Cédric Schneuwly zum 1:0 ab.

Diem mit gelungenem Einstand

Die GCK Lions standen den Oltnern bezüglich Ablenker in Nichts nach. Geiger lenkte in der 48. Minute im Powerplay ein Schuss von Peter Bryan zum 1:1 ab, Mattia Hinterkircher in der 50. Minute ebenfalls im Powerplay einen Schuss von Marc Geiger zum spielentscheidenden 1:2.

Ob der neue Try-out-Spieler aus Basel, Ramòn Diem das Trainergespann zu überzeugen vermochte, muss sich noch weisen. Auf jeden Fall war er bemüht, eine gute Visitenkarte abzugeben. In der achten Minute brach er auf der linken Seite durch und traf den Aussenpfosten. In der sechsten Minute bediente er den gelernten Center Schneuwly im Slot mustergültig und in der 37. Minute wurde er selber im bedient, fand aber seinen Meister im Beinschoner von Daniel Guntern. Im Allgemeinen fügte sich Diem gut ins Oltner Kollektiv ein, welches nicht restlos zu überzeugen vermochte. Entsprechend lange dauerte die Kabinenansprache von EHCO-Coach Maurizio Mansi nach dem Spiel. Zwar funktionierte das schnelle Transitionsspiel basierend auf einer kompakten Defensive phasenweise ganz gut. Mansi dürfte – unter anderem – eher die hohe Fehlpass-Quote ein Dorn im Auge gewesen sein. Kommt die mangelhafte Chancenauswertung vom heutigen Abend dazu, werden solche Spiele auch im Meisterschaftsbetrieb verloren gehen.

Als Nachtrag: Wer darüber verwundert war, dass im Matchtelegramm trotz der 1:2 Niederlage eine Verlängerung angezeigt wurde, dem sei gesagt, dass das neue 3 gegen 3 Format, welches ab kommender Saison gilt, getestet wurde. Weniger Spieler auf dem Eis soll bekanntlich zu mehr Entscheidungen in der Verlängerung führen. Knappe anderthalb Minuten vor Ende der Verlängerung war es Xeno Büsser vergönnt, nicht nur das Spiel, sondern auch die Verlängerung zu Gunsten der GCK Lions zu entscheiden. (aha)

Matchtelegramm

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