Viel Muskelkater und ein gestopfter Ball

Vier Monate vor Saisonbeginn ist das EHCO-Sommertraining in vollem Gang.

Garage Marti

Wenn der EHCO Unihockey spielt, ist Sommertraining. Heute Vormittag in der Stadthalle, nach diversen hochintensiven Intervall-Übungen unter der Leitung von Athletik-Coach Thaddäus Schnider, werden die Tore hervorgeholt und Mannschaften gebildet. Ein Plauschmätchli zum Abschluss des heutigen Trainingstags. Der ultraleichte und löchrige Unihockeyball wird gestopft mit einem Bändeli, damit er nicht mehr so ultraleicht ist. Sonst schiessen Eishockeyspieler irgendwo hin. Team rot schiesst ein Tor, Silvan Wyss jubelt laut, Tim Bucher lacht nur: „Uh, jetzt spielen sie Kick’n’Rush.“ – Pfiff Schnider und beide Teams wechseln aus, im Rhythmus eines Eishockeyspiels. Sieben Kader-Spieler sind nicht dabei: Simon Barbero, Stan Horansky und Cason Hohmann bestreiten das Sommertraining hauptsächlich in der ausländischen Heimat, Luca Zanatta geniesst nach der erfolgreichen B-WM mit Italien noch eine letzte Ferienwoche. Cédric Schneuwly (Hüfte) und Martin Ulmer (Mandeln) erholen sich von ihren Operationen, während Marco Truttmann sich nach im Final erlittener Verletzung in der Physiotherapie befindet.

Eigenmanns freudiger Seitenwechsel
Am 7. Mai ist der EHC Olten ins Sommertraining 2018 gestartet. Drei ersten Trainings-Tagen folgte ein langes Auffahrtswochende. „So erhielt der Körper erste Zeichen, dass es wieder losgeht, ohne dass man ihn gleich überfordert“, sagt Stefan Mäder. Alle, die man fragt, sagen: Der Muskelkater ist heftig. Etwa Diego Schwarzenbach, der Rückkehrer. Zusammen mit der alten neuen #72 aus Chaux-de-Fonds nach Olten gewechselt ist Verteidiger Daniel Eigenmann, der in Olten die Nummer 64 tragen wird. „Es ist toll, dass es nun losgeht für mich beim EHCO. Ich kannte schon zuvor fast das halbe Team und fühle mich bereits bestens aufgenommen im Team“, so der 26-Jährige, der beim EHCO einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. Etliche Spieler kenne er seit Jahren vor allem als Gegner und er sei froh, sie nun im eigenen Team zu wissen – zum Beispiel Mäder: „Es ist schon ziemlich mühsam, im Slot gegen ihn zu verteidigen.“ Sagts, schmunzelt und rennt wieder dem Ball nach.

Zehn Wochen bis zur Eiszeit
Das Sommertraining erstreckt sich insgesamt über 10 Wochen, es endet am 12./13. Juli mit einem zweitägigen Team-Event. Danach stehen zwei wohlverdiente Wochen Pause an, ehe die Mannschaft am 2. August erstmals aufs Eis geht. Athletik-Coach Thaddäus Schnider hat ein Programm zusammengestellt, dass sowohl Routine wie auch Abwechslung vorsieht. Montags, mittwochs und freitags sieht der Ablauf immer gleich aus – Krafttraining, Squash, Crossfit, Inline. An den übrigen Tagen, wie an diesem Donnerstag, variiert das Programm. Beim Krafttraining im Fitnesscenter Vitas in Däniken wird in zwei Gruppen geschwitzt, so kann Schnider gezielter auf die Spieler eingehen. Basierend auf Tests und Beobachtungen erhält zudem jeder Spieler Trainings-Pläne, um samstags individuell an den eigenen Defiziten arbeiten zu können. „Die Jungs machen hervorragend mit“, schwärmt Thaddy, wie ihn alle nennen. „Wenn die Übungen auch mal härter sind, wird nicht gemurkst, sondern sich gegenseitig gepusht. So macht die Arbeit als Sommertrainer Spass.“ Zumindest beim heutigen Unihockey scheinen auch die Spieler Spass zu haben. Und der Muskelkater ist ja dann auch mal überwunden. (ph)

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Sommertraining 2018
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