Vier Tore für ein Halleluja!

Im letzten Heimspiel des laufenden Jahres feiert der EHCO, ohne den neuen tschechischen Center Jiri Polansky, gegen das Tabellenschlusslicht aus Biasca einen ungefährdeten 4:0 Sieg. Ulmer, Wüst und Schneuwly stellen dabei den Spielstand innerhalb von knapp drei Minuten von 0:0 auf 3:0 und sind somit für die Vorentscheidung nach Spielhälfte besorgt.

Garage Marti

Die Hoffnung bei manchen Matchbesuchern war gross beim letzten Heimspiel vor Jahreswechsel den 35-jährigen Routinier zum ersten Mal auf Oltner Eis zu bewundern. Die Fans und Polansky müssen jedoch noch mindestens bis zum zweiten Januar auf diesen Moment warten.

 

Im ersten Drittel plättscherte das Spiel mehrheitlich hin und her, wodurch die grossen Chancen auf beiden Seiten ausblieben. Nach dem ersten Pausentee kamen die Oltner wie verwandelt aus der Kabine. Anstatt sich in vielen Einzelaktionen zu verheddern, suchten sie nun den Abschluss konsequenter und banden dadurch die Tessiner dadurch in ihrer eigenen Zone ein.

Entscheidende 200 Sekunden

Was folgte waren drei Tore innerhalb von nur knapp 200 Sekunden. Ulmer vermochte die dritte Überzahlsituation, zwei Sekunden vor deren Ablauf, auszunutzen. Hinter der Grundlinie stehend erwischte er den unglücklichen Müller im Tor der Aufsteiger, welcher an dieser Niederlage absolut keine Schuld trägt, im nahen Eck. Wüst stellte mit einem herrlichen Schuss ins hohe Eck  auf 2:0, bevor Schneuwly wenige Sekunden später im Powerplay einen Pargätzi-Schuss zum 3:0 ablenken konnte. Strafen wurden von den beiden Schiedsrichtern Clément und Staudenmann zu Hauf ausgesprochen. Es scheint als hätte die Nulltoleranzregel ihren Weg über Weihnachten auch in die Nationalliga B gefunden. 13 kleine Strafen häuften sich zusammengezählt in einem Spiel an, welches überhaupt nicht aggressiv geführt wurde. Wenn die Nulltoleranzregel auch am kommenden Freitag in La-Chaux-de-Fonds so vehement durchgesetzt werden wird, wird es in der Patinoire des Mélèzes wichtig sein selbst so wenige Strafen wie möglich zu nehmen und etwaige Überzahlsituationen gnadenlos auszunützen.

Im dritten Drittel vermochten die Tessiner die führenden Gastgeber nicht mehr in Bedrängnis zu bringen, auch wenn diese einen Gang zurückstellten. Eineinhalb Minuten vor Schluss traf dann Marco Truttmann per Shorthander zum 4:0 Endstand. Die Erleichterung über diesen Treffer war dem Innerschweizer, nach etlichen vergebenen Chancen, sichtlich anzusehen. Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk machte sich an diesem Dienstagabend auch Torhüter Dominic Nyffeler, welcher seinen ersten Shutout der Saison bejubeln durfte.

  

Alles zum heutigen Match können Sie entweder im LiveTicker nachlesen, im Video nachschauen, oder im Statistik-Center analysieren. (dh)