Visp zündete Offensivfeuerwerk – Olten traf und siegte

Verrücktes Spektakel in Visp: In einem strafenarmen Spiel hielt der EHC Olten der Walliser Offensivpower entgegen – und gewann in effizienter Manier 4:5.

Garage Marti

Es war zumindest ein Hauch des „alten“ Visps, das sich dem EHC Olten entgegenstellte und am Ende mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Aber es war eben nicht das „alte“ Visp – sonst wäre der EHCO mit leeren Händen aus dem Wallis heimgekehrt. Eine Schlussphase, wie sie die Oltner im zehnten Meisterschaftsspiel überstehen mussten, galt früher in der Litternahalle als Ding der Unmöglichkeit. Damals, als sich die Oltner Siege im Wallis während einer Dekade wohl an einer Hand abzählen liessen.

Im Mitteldrittel war dieses fast nicht zu bändigende Feuer aufseiten der Visper spürbar, als Olten kaum mehr atmen konnte und die Platzherren den 1:2-Rückstand aus dem ersten Drittel innert kürzester Zeit wettgemacht hatten. Schon im Startdrittel waren die Treffer von Ramon Diem und Curtis Gedig wie Nadelstiche daher gekommen – optisch sorgte nämlich die Mannschaft von John Fust für die Musik. Eklatant wurde die Überlegenheit der Walliser, die im bisherigen Saisonverlauf nicht richtig in die Gänge kamen, aber erst im Mittelabschnitt. Minutenlang hatte Mischler den Angriffswellen entgegenzublicken – insgesamt vier Mal rettete der Pfosten.

Doch da kam einer dieser Entlastungsangriffe über den EHCO-Kanadier Justin Feser. Marco Truttmann nahm den seitlichen Abpraller von Schoder dankend an und versenkte den Puck mit einem Gewaltsschuss zum Ausgleich aus heiterem Himmel. Die labilen Visper waren plötzlich wieder von der Rolle und konnten nicht mehr kaschieren, die drei vorangehenden Heimspiele verloren zu haben. Die Folge: Remo Hirt – mit einer feiner Einzelleistung – schoss die Oltner abermals in Führung. Und nun fanden die geknickten Visper bis in die Schlussminuten den Tritt nicht mehr. Vielmehr hätten die Dreitannenstädter mit einem sechsten Treffer vorzeitig die Spielentscheidung herbeiführen müssen. Mit sechstem Feldspieler erzeugten die Walliser in Person von Roman Botta tatsächlich nochmals Hochspannung für die Schlusssekunden – Olten rettete die drei Punkte aber über die Zeit.

Am Dienstag folgt somit im Kleinholz der absolute Spitzenkampf gegen den HC La Chaux-de-Fonds. (yas)

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