Von zerbrochenen Scheiben und schönen Haaren

Der zweite Turniertag konnte sportlich mit dem ersten mithalten, noch unterhaltsamer war allerdings das sonstige Geschehen. Das Abendspiel gewinnen die SCL Tigers vor 544 Zuschauern mit 2:1 nach Verlängerung.

Garage Marti

Das Abendspiel zwischen den SCL Tigers und den Iserlohn Roosters hielt, was es versprach: ein temporeiches Spiel mit hoher Intensität. Eine Art Eishockey, die alle Trainer an der mittäglichen Medienkonferenz propagierten mit ihren Teams am Turnier spielen zu wollen. Allerdings blieb die Partie äusserst torarm. Denn trotz viel Laufarbeit beider Teams, entstanden nur selten glasklare Chancen. Eine davon war das 1:0 für Iserlohn in der ersten Spielminute. Der auffällige Blaine Down (Ex-GCK und Ex-ZSC) schloss einen Blueliner erfolgreich ab. Bereits in der 18. Minute glich der neue SCL-Kanadier Brendan Shinnimin nach einer sehenswerten Kombination zum 1:1 aus. Das wars dann auch für die ersten 60 Minuten – ein Langnauer Kicktor in der 47. Minute wird zu Recht aberkannt. In der 3 gegen 3 gespielten Verlängerung nahm Langnau das Zepter in die Hand und Evgenï Chiriaevs Geschoss führte zum Erfolg und somit zum 2:1 Schlussresultat. HIER geht es zur Videozusammenfassung.

Spass, Unterhaltung und Scherben

Bereits vor der Partie sorgte ein Langnauer für eine Verzögerung des Spielbeginns. Im Warm-Up zerschmetterte nämlich ein Tigers-Schuss eine Plexiglasscheibe hinter dem Langnauer Tor. Für Zeitvertrieb war allerdings gesorgt – die prominenten Tigers-Überzähligen Raphael Kuonen, sowie die beiden Meister Pascal Berger und Flurin Randegger widmeten sich dem Lesen des Turniermagazins.

Die schönsten Haare am Turnier hat – wenn man den lautstarken Langnauer Fans glaubt – ein langhaariger Betreuer der Iserlohn Roosters. Als die SCL-Fans das bekannte Lied „Du hast die Haare schön“ anstimmten, nach dem der besagte Betreuer einen Iserlohn Spieler vom Eis begleiten musste, bedankte sich dieser mit einem Schmunzeln.

Auch in der Pause gab es keine Langeweile. So gab sich beispielsweise Meistertrainer Lars Leuenberger die Ehre und stand allen Interessierten im Fanvillage Red und Antwort. Gleichzeitig sangen und spielten die Mitglieder des Businessclubs gängige Lieder – der Beweis ist auf der EHCO-Facebookseite zu sehen.

Helbling beim Businessclub

Apropos Businessclub: Dort war ein prominenter Gast zugegen. EVZ-Verteidiger Timo Helbling stand Moderator Raphael Galliker Red und Antwort. Trotz seinen 35 Lenzen hat der Hägendörfer immer noch grosse Ziele. Mit dem EVZ möchte er nach dem SCB eine weitere Meisterschaft feiern, ausserdem möchte er zurück ins Nationalteam. Mit der Rückkehr nach Olten lässt es sich also noch ein wenig warten. „Ich möchte meine Karriere in der NLA beenden“, meinte Helbling. Soll er noch einmal nach Olten zurückkehren, kann dies nur bedeuten, dass der EHCO aufsteigen müsste. Helbling glaubt auf jeden Fall daran, dass Olten diesbezüglich auf einem guten Weg sei. Er selbst hat seine Bleibe unterdessen allerdings in Zug gefunden – nicht nur hockeytechnisch, sondern auch familiär. Denn dort wohnt er nun mit seiner kanadischen Frau, welche er vor zwei Monaten heiratete. (aha)