Eishockey Club Olten
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Auftakt glückt dank doppeltem Truttmann

Der Playoff-Beginn wird für Olten zur Achterbahnfahrt der Gefühle: Erst bei Spielmitte reisst der EHCO gegen Visp das Spiel zu seinen Gunsten herum und entscheidet den ersten Akt für sich. 

Geschichten wie diese, schreiben eben nur Playoffs. Ausgerechnet Marco Truttmann. Der Flügelstürmer verpasste das Gros der Qualifikation. Zum Playoffauftakt stand die Nummer 94 von der ersten Sekunde an auf dem Eis. Am Ende war "Trutti" mit zwei Treffern der Matchwinner. Überhaupt harmonierte die Linie mit dem omnipräsenten Bryce Gervais und Diego Schwarzenbach ausgezeichnet. Dass die Mannschaft von Chris Bartolone aber zum ersten Playoff-Sieg in der Best-of-seven-Serie kam, benötigte es einmal mehr eine Auferstehung der gesamten Mannschaft. Einen Rückschlag erlitt Olten noch vor dem Puckeinwurf: Mit Evegenï Chiriaev fiel der beste Oltner Torschütze verletzt aus.

Hatte Olten im Startdrittel das Spieldiktat noch an sich gerissen - so kam es im zweiten Drittel kurzzeitig unter die Mühlen der Visper Offensivwalze. Im zweiten Abschnitt bissen sich die Walliser vom ersten Puckeinwurf weg in der Defensivzone vor Simon Rytz fest. Nach mehreren Paraden war der EHCO-Schlussmann geschlagen. Topskorer Mark Van Guilder schon nach der Hereingabe seines Landsmannes Dan Kissel ein. Vor 4082 Zuschauern kam bei den Oltnern zusehends Nervosität auf. Der Rückstand verunsicherte Bartolones Kollektiv. Während beinahe zehn Minuten rollten die Visper heran und zermalmten die phasenweise  arg geforderte Oltner Verteidigung. Erst als Topskorer Van Guilder ein Offensivfoul beging, atmete der EHCO auf.

Nach einer ansehlichen Kombination über Cason Hohmann und Stan Horansky, verwertete Mäder die scharfe Hereingabe mit einem Ablenker. Das Kleinholz und die Oltner Mannschaft erwachte. Und Gervais fing drei Minuten später einen hohen Befreiungsschlag der Visper mit dem Stock aus der Luft ab. Er drosch von der blauen Linie drauf - vor dem Tor lauerte Truttmann, der den Abpraller zur erstmaligen Führung einschob. Das Selbstvertrauen war beim EHCO zurück. Nur Visp-Hüter Lory verhinderte eine frühzeitige Entscheidung mit seinen Paraden. Olten blieb geduldig und agierte defensiv weitestgehend diszipliniert. Dann schlug Truttmann erneut zu. Zunächst verzögerte er, ehe er eiskalt mit einem ansatzlosen Schuss den Puck im rechten Toreckhimmel unterbrachte. Ein Kleinholz in Ekstase. Gervais zog 56 Sekunden vor dem Ende mit dem Tor ins verwaiste Gehäuse den Schlussstrich und krönte seinen starken Abend. Für die Oltner ist der Auftakt in die Playoffs wunschgemäss geglückt. Bereits am Sonntag geht es in der Litternahalle zu Visp weiter. (yas)

Olten - Visp 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
4084 Zuschauer. – SR Müller/Potocan, Dreyfus/Rebetez. – Tore: 21. (20:45) van Guilder (Kissel, Sturny) 0:1. 32. Mäder (Horansky, Hohmann/Ausschluss van Guilder) 1:1. 35. Truttmann (Gervais) 2:1. 53. Truttmann 3:1. 60. (59:04) Gervais (Horansky) 4:1 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Olten, 6mal 2 Minuten gegen Visp.
Olten: Rytz; Grossniklaus, Rouiller; Zanatta, Lüthi; Bagnoud, Colin Gerber; Kparghai, Bucher; Schwarzenbach, Gervais, Truttmann; Horansky, Mäder, Hohmann; Wyss, Rexha, Haas; Muller, Schneuwly, Huber.
Visp: Lory; Sartori, Furrer; Steiner, Heynen; Lindemann, Nater; Wiedmer, Brantschen; Kissel, Van Guilder, Sturny; Altorfer, Achermann, Dolana; Burgener, Brügger, Brem; Fogstad, Alihodzic, Hofstetter.
Bemerkungen: Olten ohne Schirjajew, Eigenmann, Vodoz (alle verletzt) sowie Heughebaert, Ulmer (beide überzählig). Visp ohne Camperchioli, Ritz (verletzt), Fellay, Valenza, Haueter, Zwissler (überzählig).