Eishockey Club Olten
Hauptgasse 11
4600 Olten, CH
+41 62 213 11 33,
info@ehco.ch
Menu

Das "Heimsieg-Stängeli" ist perfekt!

Der EHC Olten gewinnt nach einer regelrechten Zitterpartie gegen Winterthur mit 5:4 Toren und somit zum zehnten Mal in dieser Saison im Kleinholz.

Das Spiel begann ganz nach dem Gusto der Oltner Zuschauer: Schon in der vierten Minute knallte Riccardo Sartori das Spielgerät nach schönem Rückpass von Esbjörn Fogstad Vold unhaltbar von der blauen Linie in die Maschen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später doppelte Dion Knelsen mit einem Abstauber nach. Dass das Skore in der ersten Pause nicht höher ausfiel, war ausschliesslich der fehlenden Effizienz der Powermäuse zuzuschreiben. Mit schönen Passfolgen wussten die Spieler von Coach Söderström zu gefallen, waren vor dem Tor aber zu selten kaltblütig genug. Das Spiel hatten die Oltner dennoch jederzeit im Griff, so dass wohl die wenigsten der 2500 Zuschauer an eine kommende Zitterpartie glaubten.

Unnötige «Niederlage» im Mitteldrittel
Im Mittelabschnitt drückten die Powermäuse noch mehr, Winterthur hatte in der Abwehr jetzt grösste Mühe. Hochverdient fiel logischerweise in der 25. Minute das 3:0 durch Michael Rudolf. Alban Rexha kurvte hinter das Tor und bediente den Youngster, der mit einer schönen Direktabnahme reüssierte. Bis zur Spielmitte war also "alles Paletti".
Was sich ändern sollte: Zwar konterten die Powermäuse das 3:1 durch Kevin Bozon nach 32 Minuten postwendend durch Garry Nunn, er verwertete eine Hereingabe von Knelsen zum 4:1. Kurz vor Drittelsende dann aber der Hammer:  Innert zwei Minuten verkürzten Topskorer Riley Brace und Tim Wieser wie aus heiterem Himmel zum 4:3 und sorgten somit für einen "3:2-Sieg" im Mitteldrittel. Das Spiel war plötzlich wieder offen!

Spannung pur im Schlussabschnitt
Dass das Spiel spannend blieb, hatten wiederum die Oltner selbst zu verantworten: In der 43. Minute wanderte Michael Roos nach einem hohen Stock gegen Dion Knelsen für fünf Minuten auf die Strafbank und somit unter die Dusche. Das Heimteam hatte aber wie bei allen Überzahlsituationen kein passendes Mittel parat, ein effizientes Powerplay aufzuziehen. So verstrich auch diese Überzahlsituation, ohne dass dabei etwas Zählbares zustande gekommen wäre. Immerhin, Stan Horansky erhöhte zehn Minuten vor Schluss nach Vorarbeit des Ausländerduos auf 5:3.
Dennoch kamen die Gäste wieder heran. Lukas Haas musste fünf Minuten vor Schluss in die Kühlbox, was die Eulachstädter (auch Hüter Guggisberg hatte das Eis verlassen) bei Sechs gegen Vier durch Martin Alihodzic ausnutzten. Trotz einiger brenzliger Situationen vor Torhüter Simon Rytz retteten die Powermäuse den Sieg über die Ziellinie, was zwar knapp, aber aufgrund der Spielanteile durchaus verdient war. Will man am Sonntag gegen die Rockets im Tessin (16:00 Uhr) punkten, muss aber definitiv noch eine Schippe draufgelegt werden. (rsu)

Kleinholz. – 2517 Zuschauer. – SR: Gianinazzi/Hungerbühler (Bürgi/Wermeille). – Tore: 4. Sartori (Knelsen, Fogstad Vold) 1:0. 6. Knelsen (Haas, Wyss) 2:0. 25. Rudolf (Rexha) 3:0. 32. Bozon (Brunner, Wieser) 3:1. 34. Nunn (Knelsen, Eigenmann) 4:1. 38. Brace (Torquato) 4:2. 40. (39:35) Wieser 4:3. 51. Horansky (Nunn, Knelsen) 5:3. 57. Alihodzic (Küng; Ausschluss Haas; Winterthur ohne Goalie) 5:4. – Strafen: 6-mal plus 10 Minuten (Philipp Rytz) gegen Olten. 3-mal 2 plus 5 Minuten plus Spielerdauer-Disziplinarstrafe (Roos) gegen Winterthur.

Olten: Simon Rytz; Philipp Rytz, Rouiller; Sartori, Weisskopf; Eigenmann, Maurer; Heughebaert; Horansky, Knelsen, Nunn; Wyss, Schirjajew, Haas; Rudolf, Rexha, Weder; Fogstad Vold, Salzgeber, Lanz; Weibel.

Bemerkungen: Olten ohne Elsener, Lüthi (beide verletzt) und Schwarzenbach (krank). – 44. Pfostenschuss Mason.