Den Aufwärtstrend bestätigt

Der EHCO gewinnt gegen Winterthur dank eines McTavish-Hattricks mit 9:2.

Mit zwei Siegen im Gepäck konnte der EHCO in die heutige Begegnung starten. Was zu Anfang ein ausgeglichenes Spiel war, sollte gegen Ende eine, zumindest resultatmässig, eindeutige Sache werden.

Starthilfe durch die Gäste
Der Beginn des Spiels kann man getrost als ausgeglichen bezeichnen. Es war in den ersten Minuten ein wildes Hin und Her ohne grössere Chancen auf einer Seite. Auffallend war dabei, wie oft sich die Winterthurer in die Schüsse geworfen haben. Gleich mehrere Male verhinderten die Eulachstädter so Torschüsse des EHCO. Diese Ausgeglichenheit verschob sich ab der sechsten Minute, als Birchler nach einem Zweikampf hinter dem Tor für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Der Oltner Überzahlformation gelang es zwar nicht die nummerische Überlegenheit in ein Tor umzumünzen, konnte jedoch eine spielerische Dominanz etablieren, welche auch nach Ablauf der Strafe Bestand haben sollte. So war Fuhrers Treffer zur erstmaligen Führung in der elften Minute nicht unverdient. Der Center wurde im hohen Slot von Silvan Wyss angespielt und nutzte die freie Schussbahn, um die Torleuchte mittels platziertem Handgelenkschuss zum ersten Mal zum Brennen zu bringen. Nach Ablauf einer weiteren Winterthurer Strafe war es Dan Weisskopf, welcher den desorientierten Damian Stettler zum 2:0 überwinden konnte. Sein platzierter Direktschuss und der viele Verkehr vor dem Winterthurer Schlussmann ermöglichte erneute Oltner Jubelschreie. Das 3:0 von Garry Nunn nur eine Zeigerumdrehung später war quasi eine Kopie des vorangegangenen Treffers. In Überzahl sorgte er früh für eine beruhigende Führung.

Durchzogenes Mitteldrittel
Was auch immer Teppo Kivelä in der ersten Pause seiner Mannschaft mitgegeben hatte, schien zu funktionieren. Die Winterthurer fanden wieder ins Spiel zurück und kamen durch Haldimann in der 28. Minute zu ihrem ersten Treffer des Abends. Der Stürmer konnte ein scharfes Zuspiel Bozons verwerten und profitierte dabei davon, dass er von den Oltner Gegenspielern grösstenteils in Ruhe gelassen wurde. Mason McTavish, der den ganzen Abend über mit seiner Quirligkeit und Geschwindigkeit zu gefallen wusste, stellte mit dem zweiten Oltner Powerplaytreffer des Abends die Drei-Tore-Führung nach Spielmitte wieder her, die jedoch nicht lange Bestand haben sollte. Wiederum nur Begleitschutz kriegte Rihards Puide bei seinem Treffer zum 2:4 rund 70 Sekunden später. Nach zwei Strafen gegen Drittelsende kam es für den EHCO knüppeldick. Gleich mit zwei Spielern weniger, musste man die ersten 14 Sekunden im Schlussabschnitt in Angriff nehmen.

Torreigen statt Zitterpartie
Diese vierzehn Sekunden reichten jedoch dem EHC Winterthur nicht, um das nächste Tor zu erzielen. So überstand der EHCO die kritische Situation schadlos und setzte nach überstandener Pflichtarbeit zu einer regelrechten Kür an. Gleich fünf Tore gelangen den Mannen in Grün und Weiss im Schlussabschnitt. Jeder Schuss ein Treffer schien in den letzten zwanzig Minuten die Devise der Oltner zu sein. Besonders hervorzuheben aus dem ausgeglichenen Kollektiv gibt es am heutigen Abend Dreifachtorschütze Mason McTavish sowie Simon Lüthi, welcher sich gleich fünf Assists gutschreiben lassen durfte und sein Punktekonto ordentlich aufpolieren konnte. Aufgrund des Gezeigten geht der Sieg klar in Ordnung, auch wenn er wohl ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist. (dho)

EHC Olten - Winterthur 9:2 (3:0, 1:2, 5:0)

Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR: Fluri/Nikolic, Pitton/Wermeille. – Tore: 10. Fuhrer (Wyss, Schwarzenbach) 1:0. 14. Weisskopf (Philipp Rytz, Wyss). 15. Nunn (Lüthi, Knelsen; Ausschluss Steinauer) 3:0. 28. Haldimann (Bozon) 3:1. 33. McTavish (Ausschluss Bozon) 4:1. 34. Puide (Wieser; Ausschluss Wyss) 4:2. 51. McTavish (Weisskopf, Nunn) 5:2. 53. (52:23) Schwarzenbach (Fuhrer, Wyss) 6:2. 53. (52:53) McTavish (Lüthi, Knelsen) 7:2. 56. Knelsen (Nunn, Lüthi; Ausschluss Bozon) 8:2. 59. Nunn (Knelsen, Lüthi; Ausschluss Hess) 9:2. – Strafen: 6-mal 2 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Stämpfli) gegen Olten, 9-mal 2 Minuten gegen Winterthur.

Olten: Matthys (Stauffacher); Stämpfli, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Weisskopf; Nater; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Schirjajew, Daneel; Schwarzenbach, Fuhrer, Wyss; Weder, Schwab, Oehen; Fogstad Vold.

Winterthur: Stettler (Gianola); Engeler, Sigg; Pozzorini, Birchler; Steinauer, Bachofner; Raggi; Bozon, Hess, Haldimann; Brace, Wieser, Puide; Braus, Allevi, Lekic; Krayem, Oana.

Bemerkungen: Olten ohne Horansky, Rexha, Simon Rytz, Hüsler (alle verletzt). Winterthur ohne Burkhalter, Bleiker, Torquato, Arnold (alle verletzt).