Denkwürdiger Hockeyabend im Kleinholz

Der EHCO schafft den "Sweep", einen 4:0 Durchmarsch in einer Playoffserie, gegen den HC Sierre und zieht in den Halbfinal ein. Die Powermäuse tun dies auf hochdramatische Art und Weise. 

Ein denkürdiger Abend war's im Kleinholz! Der EHCO gewinnt dank einer fulminanten Aufholjagd und einem Knelsen-Hattrick mit 6:5 nach Verlängerung. Die Dreitannenstädter rannten lange einem Rückstand hinterher, ehe man den Sieg beinahe noch aus der Hand gab. 

Frühes Tor, mässiges Startdrittel
Das Spiel begann optimal für die Hausherren: Nur knapp 90 Sekunden brauchte Diego Schwarzenbach, welcher für den verletzten Silvan Wyss in die zweite Sturmlinie ruschte, um den ersten Grün-Weissen Treffer zu markieren. Danach bauten die Dreitannenstädter merklich ab und agierten fahrig. Die Gäste nutzten dieses, bis dato schwächstes Drittel des EHCO in dieser Serie gnadenlos aus und verdoppelten ihre Zahl der bis jetzt in der Serie geschossenen Tore in nur rund 15Minuten. Rimann, Surdez und Bezina stellten auf  das 1:3-Pausenresultat. 
Der EHCO trat in zweiten Drittel merklich besser und zielstrebiger auf und konnte nach 26 Spielminuten den Anschlusstreffer von Simon Lüthi bejubeln. Die Walliser ihrerseits nutzten ihre Gelegenheiten danach konsequent aus: Arnaud Montandon lenkte einen Blueliner von Castonguay unhaltbar im Powerplay ab. Mason McTavish verbüsste eine kleine Strafe wegen eines Stockschlags. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten blieb es auch nach 40 Spielminuten beim alten Zweitorerückstand. 

Captain Knelsen ebnet den Weg zum Sieg
Das dritte Drittel wurde zu einem regelrechten Spektakel: Erst glichen die Dreitannenstädter durch Knelsen und wiederum Lüthi die Partie aus, ehe erneut Knelsen die Powermäuse rund vier Minuten vor Schluss sogar in Führung brachte. Das Spiel definitiv auf den Kopf stellte, rund 90 Sekunden vor Schluss Sierres Dolana. Der Stürmer glich tatsächlich noch einmal zum 5:5 aus und rettete Sierre in die Verlängerung. 
In der Verlängerung war der EHCO sehr oft nah an der Entscheidung. Insgesamt drei (!) Pfosten- respektive Lattenschüsse hatten die Oltner zu verzeichnen. Schliesslich war es Garry Nunn, welcher zu einem seiner berühmten Flügelläufe ansetzte und Dion Knelsen am hohen Slot bediente. Dieser drosch dann die Scheibe direkt ins Tor und setzte den Schlusspunkt in einer fantastischen Hockeypartie. Somit zieht der EHCO in den Halbfinal ein, wo entweder Kloten oder Ajoie auf das Team von Coach Fredrik Söderström wartet. (jal, Bild: Freshfocus) 

Olten - Sierre 6:5 (1:3, 1:1, 3:1, 0:0, 1:0) n.V.

Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR: Potocan/Weber (Ammann/Baumgartner). –
Tore: 2. Schwarzenbach (Chiriayev) 1:0. 4. Rimann (Castonguay, Dolana) 1:1. 14. Surdez (Bernazzi, Jolliet) 1:2. 19. Bezina (Monnet, Rimann) 1:3. 27. Lüthi (Nunn, McTavish) 2:3. 30. Arnaud Montandon (Castonguay, Maxime Montandon/Ausschluss McTavish) 2:4. 49. Knelsen 3:4. 54. Lüthi 4:4. 56. Knelsen (Nunn) 5:4. 59. (58:54)  Dolana (Dozin, Wyniger; Sierre ohne Goalie) 5:5. 89. Knelsen (Nunn) 6:5. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten. 3-mal 2 Minuten gegen Sierre.

Olten: Matthys; Lüthi, Stämpfli; Elsener, Philipp Rytz; Weisskopf, Maurer; Gurtner; McTavish, Knelsen, Nunn; Horansky, Chiriayev, Schwarzenbach; Othmann, Fuhrer, Fogstad Vold; Weder, Schwab, Oehen; Portmann.

Bemerkungen: Olten ohne Wyss, Hüsler, Rexha (alle verletzt), Daneel, Halberstadt, Suleski, Heughebaert und Nater (alle überzählig). 39. Pfostenschuss Elsener. 72. Lattenschuss Stämpfli. 78. Lattenschuss McTavish. 85. Pfostenschuss Oehen. Sierre von 58:46 bis 58:54 ohne Goalie.