Eishockey Club Olten
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Die erste Chance verpasst

Der EHC Olten verliert Spiel Nummer 4 im Playoff-Halbfinal gegen den HC La Chaux-de-Fonds mit 4:5. Dies trotz einer heroischen Aufholjagd. 

Es war ein wichtiges Spiel heute Abend im kalten Neuenburger Jura. Da wollte man sich auf Oltner Seite nicht auf Experimente einlassen, was man auch an der Aufstellung sah. Der EHC Olten startete mit denselben Spielern in dieses Spiel wie ins letzte Heimspiel am Freitag. Die Linien wurden ein bisschen durcheinandergewirbelt, so spielte Jan Mosimann zum Beispiel in der dritten Linie, dafür war Leonardo Fuhrer als dreizehnter Stürmer gemeldet, aber ansonsten veränderte Coach Lars Leuenberger nicht viel. Es brachte schlussendlich nicht viel. Wie schon gegen den HC Sierre verliert der EHC Olten das vierte Spiel auswärts und kann nicht mit einem 4:0 in der Serie durchmarschieren, auch wenn es gegen Ende noch einmal knapp wurde. Aber der Reihe nach.

Kein guter Start
Beide Mannschaften starteten schwungvoll in dieses Spiel. Man merkte ab der ersten Sekunde an, dass es um viel ging. Am Anfang entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, welcher aber zu keinen gefährlichen Chancen führte. Dann kam das vermeintliche Führungstor für den EHC Olten. Es gab ein Gewürge und Gequetsche vor dem Tor von Viktor Östlund und auf einmal war die Scheibe hinter der Linie, mitsamt dem Torhüter. Die Oltner jubelten, aber die Schiedsrichter entschieden sofort, dass es kein Tor war. Nur wenig später machten es die Gastgeber besser. Jaison Dubois lenkte einen Schuss unhaltbar ins Tor ab und brachte die Halle zum Beben. Olten wirkte geschockt und brauchte einige Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Und just in dem Moment, in der EHCO wieder besser aufspielte, kam der HC La-Chaux-de-Fonds zu seinem zweiten Treffer. Nach einem Schuss von Kristian Suleski liess Simon Rytz den Puck abprallen. Oliver Achermann reagierte am schnellsten und bezwang den Oltner Torhüter zwischen den Beinen hindurch. Bei diesem Resultat blieb es und so ging es mit einem Zweitore-Rückstand in die erste Pause. 

Im Mitteldrittel überrollt
Das zweite Drittel war gerade einmal ein bisschen mehr als fünf Minuten alt, als der EHC Olten einen Dreitorerückstand hinnehmen musste. Andreas Döpfner erzielte für die Gastgeber den dritten Treffer. Kurz darauf durfte der EHC Olten jedoch in Überzahl agieren. Das Powerplay brachte zwar nicht den gewünschten Erfolg, aber nur wenige Sekunden nach Ablauf der Strafe passte Garry Nunn auf Florian Schmuckli. Und der Oltner Verteidiger versorge den Puck in den Maschen und sorgte so für den Anschlusstreffer der Powermäuse.

Kurze Zeit später hatte Nunn sogar das 2:3 auf der Schaufel. Der Kanadier umkurvte sämtliche Gegner, sah aber seinen Abschluss von Östlunds Beinschoner pariert. Im Gegenzug wurde ein Neuenburger vor dem Oltner Tor gelegt und die Schiedsrichter entschieden auf Penalty. Diesen versenkte Patrick Petrini souverän und stellte so den alten Vorsprung wieder her. Und es kam noch bitterer. Es wurde mit vier gegen drei gespielt, kurz vor Ende des Drittels, da zwei Oltner und ein Neuenburger auf der Strafbank sassen. Und Toms Andersons liess sich nicht zweimal bitten und sorgte mit seinem Hammerschuss dafür, dass sich der EHC Olten mit einem 1:5 in die Pause verabschieden musste. 

Die Aufholjagd ohne Happy End
Das letzte Drittel war geprägt von Keilereien und Strafen.  Nach fünf Minuten im Schlussabschnitt nutzte Nunn eine solche Strafe gegen den HC La Chaux-de-Fonds mit einem tollen Schuss zum 2:5 aus. Und der Kanadier setzte sich in diesem Abschnitt noch mehr in Szene. Kurz nach Drittelshälfte spielte der EHC Olten eigentlich mit einem Mann weniger. Aber dies war dem Topscorer der Oltner egal und er verwandelte den Shorthander mit einem Handgelenksschuss und brachte die Oltner noch näher an eine mögliche Wende in diesem Spiel. Die Dreitannenstädter warfen noch einmal alles nach vorne und immer wieder brannte es lichterloh vor dem Tor von Östlund. Zwei Minuten vor dem Ende des Spiels, Rytz hatte seinen Kasten verlassen, war es dann Verteidiger Joel Scheidegger, der mit einem Schuss von der blauen Linie die Oltner bis auf ein Tor heranbrachte. Olten drückte weiter, aber die Uhr lief gnadenlos runter. Der Ausgleich wollte nicht fallen und so musste der EHCO  trotz toller Aufholjagd das Eis als Verlierer verlassen.

Somit kommt es am Dienstag zu einem fünften Spiel im Kleinholz. Anpfiff ist dort um 19:45 Uhr. Der Vorverauf für Spiel 5 wird am Montagmorgen um 09:00 Uhr gestartet. (jsa)

FRESHFOCUS 1173557

HC La Chaux-de-Fonds - EHC Olten 5:4 (2:0, 3:1, 0:3)

Patinoire des Mélèzes - 4219 Zuschauer. -
SR: Wiegand, Müller (Bichsel, Micheli)

Tore: 7. Dubois (Smons, Petrini) 1:0, 18. Achermann (Suleski, Andersons) 2:0, 26. Döpfner (Sejejs, Trettenes) 3:0. 29. Schmuckli (Nunn) 3:1, 33. Petrini (Penalty) 4:1, 39. Andersons (Trettenes, Carbis, Ausschluss Weder, Scheidegger und In-Albon) 5:1, 46. Nunn (Schmuckli, Scheidegger, Ausschluss Dubois) 5:2, 51. Nunn (Ausschluss Joggi!) 5:3, 59. Scheidegger (Eigenmann) 5:4

Strafen: Olten 6 mal 2 Minuten, 1 mal 10 Minuten (Antonietti), Chaux-de-Fonds 7 mal 2 Minuten

Olten: Rytz, Matthys; Knelsen, Horansky, Nunn; Lhotak, Weder, Sterchi; Hasani, Langenegger, Mosimann; Hüsler, Wyss, Joggi; Fuhrer; Scheidegger, Antonietti; Elsener, Leeger; Eigenmann, Lüthi; Schmuckli.

Chaux-de-Fonds: Östlund, Cervino; Trettenes, Döpfner, Carbis; Achermann, Voirol, Andersons; In-Albon, Dubois, Petrini; Schnegg, Muller, Eugster; Bouchareb; Smons, Suleski; Iglesias, Matewa; Jaquet, Andersson; Sejejs.

Bemerkungen: Olten ohne Forget (verletzt)