Eishockey Club Olten
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Die Finaltür ist weit offen

Auch das dritte Aufeinandertreffen mit dem HC La Chaux-de-Fonds findet für die Powermäuse ein erfreuliches Ende: beim 4:1-Sieg müssen die Dreitannenstädter jedoch wiederum lange hartes Brot beissen.

Es ist erwartungsgemäss auch heute Abend vor 4355 Fans eine äusserst hart umkämpfte Partie, in der der EHCO wiederum durch seine Abgeklärtheit das bessere Ende für sich behält. Auch wenn die Partie für den EHC Olten verheissungsvoll beginnt – Garry Nunn hat nach wenigen Sekunden bereits die erste Möglichkeit – ist das torlose Remis zur ersten Pause gerecht. Es entwickelt sich eine intensive und interessante Partie, mit einigen Möglichkeiten für beide Teams, die aber Simon Rytz und Viktor Östlund keine (weiteren) grauen Haare wachsen lassen. Obwohl beide Mannschaften immer wieder kurze Druckphasen haben, fehlen die ganz grossen Torchancen (mit Ausnahme eines Pfostenschusses von Dion Knelsen nach 18 Minuten). Die Abwehrreihen bleiben somit die spielbestimmenden Elemente in den ersten 20 Minuten.

Plötzlich reisst der Faden
Die Oltner können im Powerplay in den mittleren Abschnitt starten, reüssieren jedoch zunächst nicht. Die zweite Überzahlsituation bringt jedoch die Führung: Mathias Joggi bringt nach 25 Minuten aus dem Slot die Dreitannenstädter in Front, worauf sie an Sicherheit gewinnen und das Spiel kontrollieren. Dion Knelsen hat nach 31 Minuten die Chance zum 2:0, sein Ablenker findet aber in Viktor Östlund seinen Meister. Dann kommt die verhängnisvolle 35. Minute: nachdem die Powermäuse in doppelter Überzahl agieren können und ein schwaches Powerplay abliefern, kommen die Gäste mit einem Mann weniger aus dem Nichts zum Ausgleich; Oliver Achermann kann einen Rückpass des gerade eben zurückgekehrten Andersons verwerten und gleicht aus. Ab diesem Moment machen die Gäste mächtig Druck, die Oltner müssen froh sein, unbeschadet in die zweite Pause zu kommen.

Entscheidung im Schlussdrittel
Die Dreitannenstädter fangen sich aber wieder und können im dritten Abschnitt sogar das Spieldiktat an sich reissen. Es wird nun immer spürbarer, dass das nächste Tor entscheidend werden würde, und ausgerechnet der starke Viktor Östlund im Tor der Gäste wird zum Gefangenen im Scheinwerferlicht der Schonungslosigkeit: nach 49 Minuten kann er einen eigentlich ungefährlichen Schuss von Adam Hasani mit der Fanghand nur vor den Stock von Daniel Eigenmann abprallen lassen, welcher sich herzlich mit der erneuten Oltner Führung bedankt. Das Heimteam zeichnet sich danach ein weiteres Mal durch sein solides Defensivspiel aus und lässt die Gäste, fast analog dem ersten Halbfinalspiel, kaum mehr zu Chancen kommen. Eigentlich spielt gar nur noch der EHCO und so ist es eine Folge der Logik, dass Cédric Hüsler – wieder nach einem Abpraller – nach 58 Minuten auf ein uneinholbares 3:1 ausbaut. Weil Mathias Trettenes 54 Sekunden vor dem Ende mit einem Slapstick-Eigentor (er will nahe der blauen Linie einen No-Look-Rückpass spielen und trifft damit in den eigenen von Östlund verlassenen Kasten) die Schiedsrichter vor einige Probleme stellt, den Torschützen zu finden, müssen sich die Oltner mit der Ehrenrunde ein wenig länger gedulden. Zunächst wird der Treffer Simon Sterchi, dann doch Dominic Weder gutgeschrieben.
Am kommenden Sonntag geht um 17:30 Uhr das vierte (und letzte?) Duell in La Chaux-de-Fonds über die Bühne. (rsu)

Olten – La Chx-d-Fds 4:1 (0:0, 1:1, 3:0)

Kleinholz. – 4355 Zuschauer. – SR: Ströbel/Potocan (Duc/Francey). – Tore: 25. Joggi (Sterchi, Eigenmann; Ausschluss In-Albon) 1:0. 35. Achermann (Andersons; Ausschluss Carbis!) 1:1. 49. Eigenmann (Hasani) 2:1. 58. Hüsler (Wyss, Antonietti) 3:1. 60. Sterchi (59:07) (Eigentor; La Chaux-de-Fonds ohne Goalie) 4:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen La Chx-d-Fds.

Olten: Rytz (Liechti); Scheidegger, Antonietti; Elsener, Leeger; Eigenmann, Lüthi; Schmuckli; Horansky, Knelsen, Nunn; Lhotak, Weder, Sterchi; Hasani, Fuhrer, Langenegger; Hüsler, Wyss, Joggi; Mosimann.

La Chaux-de-Fonds: Östlund (Cervino); Smons, Suleski; Iglesias, Matewa; Jacquet, Andersson; Nauris Sejejs; Döpfner, Trettenes, Carbis; Voirol, Achermann, Andersons; Schnegg, In-Albon, Petrini; Dubois, Privet, Eugster; Bouchareb.

Bemerkungen: Olten ohne Forget (verletzt), Mattys (krank), Oehen, Schwab, Maurer, Weisskopf, Heughebaert, Wieszinski, Gurtner, Smith (alle überzählig). La Chaux-de-Fonds ohne Huntebrinker (krank), Olden, Wyss, Ulmer, Oejdemark, Augsburger (alle verletzt), Muller, Aeberhard, Nils Sejejs (alle überzählig). – 18. Pfostenschuss Knelsen.