Die Tür weit aufstossen

Der EHC Olten trifft heute am frühen Abend (17:30 Uhr) auswärts auf den HC Sierre. Mit einem dritten Sieg in Serie können die Powermäuse einen grossen Schritt Richtung Halbfinal machen.

Es waren zwei Arbeitssiege, welche die Oltner in dieser Playoffserie gegen den HC Sierre eingefahren haben. Trotz teils schönen Kombinationen und auch Toren, war der Hauptteil der Spielzeit in beiden Partien umkämpft und der EHC Olten musste für die beiden Siege alles aus sich rausholen. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dies heute Abend ändert. Der HC Sierre braucht einen Sieg, wollen sie in der Serie nicht mit 0:3 ins Hintertreffen geraten.

Gutes Boxplay als Grundlage
Einen grossen Anteil an den beiden Triumphen hat bei den Dreitannenstädtern das Penaltykilling. Noch keinen Treffer musste die Mannschaft von Coach Fredrik Söderström in Unterzahl hinnehmen und dies trotz sieben Unterzahlsituationen. Dies gilt es auch heute weiterzuführen, will man sich nicht selbst schwächen und dem Gegner keinen Auftrieb geben. Interessant ist auch der Fakt, dass die Powerlinie der Walliser rund um Guillaume Asselin und Arnaud Montandon noch überhaupt nicht in der Serie angekommen zu sein scheint. Asselin hat sogar noch keinen einzigen Skorerpunkt auf dem Konto in diesen Playoffs. Zur Erinnerung, in der Qualifikation kam er auf ganze 66 Punkte und belegte hinter den beiden Topstürmern aus Ajoie den dritten Rang. Der EHC Olten tut gut daran, dieser Linie auch heute das Leben schwer zu machen und alles dafür zu tun, dass sie keineswegs Oberwasser kriegen.

Starke Kanadier
Einen grossen Anteil an den zwei Siegen der Powermäuse hat die nominell erste Linie rund um die drei Kanadier Gary Nunn, Dion Knelsen und Mason McTavish. Sie harmonieren zusammen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht und kommen zusammen auf ganze elf Skorerpunkte in den ersten beiden Partien. Auch defensiv arbeiten sie vorbildlich und keiner ist sich zu schade, nach hinten zu arbeiten. Wichtig, da gerade in der Rückwärtsbewegung in dieser Playoffserie noch nicht immer alles sattelfest war und es durch fehlende Abstimmung ein paar heikle Situationen gab, welche glücklicherweise und dank einem bärenstarken Silas Matthys im Tor keine Konsequenzen hatten. Werden diese kleinen Fehler abgestellt und die Chancen vorne weiterhin genützt, steht dem dritten Sieg in Serie nichts im Wege. Dieser wäre gleichbedeutend mit der 3:0-Führung in der Serie und wohl ein grosser Schritt in Richtung Halbfinal. Bis dahin braucht es aber noch einmal vollen Einsatz aller Beiteiligten. (jsa)

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