Ein Rückfall, der weh tut

Nach einer eher dürftigen Leistung verlieren die Dreitannenstädter in Küsnacht bei den GCK Lions mit 2:5 Toren. Die Entscheidung fällt im Schlussdrittel.

Es ist wahrlich kein Offensivspektakel, das die beiden Teams in den ersten Minuten aufs Eis zaubern. Zu unpräzis und planlos agieren beide Teams, bis in die neunte Minute: Stéphane Heughebaert wird von Brennan Othmann mit einem Querpass bedient, und alleine vor Robin Zumbühl netzt der Lausanner in Oltner Diensten herrlich zu seinem ersten Saisontreffer ein.
Kurz darauf ist aber für einen anderen Oltner das Spiel beendet: Cyril Oehen fasst für einen Kniestich eine Fünfminutenstrafe und damit das Ticket unter die Dusche. Die Lions vermögen die Überzahl einmal auszunutzen: Nach genau 12 Minuten profitiert Marlon Graf von einem Abpraller von Silas Matthys. Mit einem gerechten Unentschieden geht man in die erste Pause, auch wenn Mason McTavish kurz vor der Sirene mehrmals nur knapp scheitert (Julian Mettler sitzt auf der Strafbank wegen einem Stockschlag).

Keine Tore im Mitteldrittel
Wer im zweiten Abschnitt auf ein hochstehenderes Spiel gehofft hatte, wird bitter enttäuscht. Die offensive Ideenarmut geht beiderseits weiter und so dauert es bis zur Spielhälfte, ehe die Gäste in einem Powerplay so etwas wie eine Druckphase aufbauen können. Dennoch bleiben auch in Überzahl (Burger sitzt wegen Halten auf der Strafbank) Chancen Mangelware, Knelsen und Lüthi sind dem Oltner Führungstreffer noch am nächsten. Und auch eine weitere Strafe kurz vor dem Drittelsende für Nelson Chiquet wissen die Dreitannenstädter nicht zu verwerten, noch immer kann man den Gastgeber in keiner Phase in den anaeroben Bereich zwingen. Somit sind alle Hoffnungen auf den Schlussabschnitt gerichtet.

Entscheidung im letzten Drittel
Und diese Hoffnungen bekommen bereits nach 56 Sekunden einen herben Dämpfer. Axel Simic kann auf ein Zuspiel von Nelson Chiquet auf Matthys ziehen. Er tut dies so rasant, dass er schier mit der Scheibe im Tor landet. Zwar reagiert Olten: Weder und Chiriayev können den starken Robin Zumbühl aber nicht überwinden und so sind es die Junglöwen, die nachdoppeln können. Corsin Casutt ist der Torschütze nach 46 Minuten, er nutzt eine Unachtsamkeit der Oltner Abwehr aus. Zwei Minuten später macht es ihm Garry Nunn zwar gleich, aber irgendwie ist zu spüren, dass sein Anschlusstreffer nur ein Strohfeuer ist. Zu pomadig waren die Solothurner bis dato aufgetreten. Und tatsächlich entscheidet Ryan Hayes in der 51. Minute praktisch das Spiel. Zwar versucht Fredrik Söderström alles und nimmt dreieinhalb Minuten vor dem Ende Silas Matthys vom Feld. Doch gerade neunzehn Sekunden dauert es, bis Julian Mettler den Deckel draufmacht.
Die Oltner bestreiten das nächste Spiel am kommenden Mittwoch, sie sind in der Lonza Arena in Visp (19:45 Uhr) zu Gast. (rsu)

FRESHFOCUS 1061056

GCK Lions – EHC Olten 5:2 (1:1, 0:0, 4:1)

KEK Küsnacht. – Keine Zuschauer. – SR: Urban/Potocan (Micheli/Humair). – Tore: 9. Heughebaert (Othmann, Fogstad Vold) 0:1. 12. Graf (Andersson/Ausschluss Oehen) 1:1. 41. Simic (Chiquet) 2:1. 46. Casutt (Meier, Andersson; Ausschlüsse Simic, Matthys) 3:1. 48. Nunn (Knelsen) 3:2. 51. Hayes (Arnicans, Andersson) 4:2. 57. Mettler (Ausschlüsse Arnicans, McTavish; Olten ohne Goalie) 5:2. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen GCK. 5-mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauer-Disziplinarstrafe (Oehen) gegen Olten.

Olten: Matthys; Heughebaert, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Nater; Suleski; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Schirjajew, Fogstad Vold; Schwarzenbach, Fuhrer, Wyss; Weder, Schwab, Oehen; Daneel.

Bemerkungen: Olten ohne Weisskopf, Horansky, Hüsler, Portmann, Rexha und Simon Rytz (alle verletzt), Stämpfli (gesperrt) sowie Gurtner (überzählig). 56. Timeout Olten.