Eine Reaktion tut Not

Heute Abend um 18:00 Uhr will der EHC Olten im Siderser Graben die 1:5-Ohrfeige vom ersten Duell vergessen lassen.

Es grenzt schon fast an Majestätsbeleidigung, wie der HC Sierre (notabene im letzten Jahr Aufsteiger und in vier Spielen gegen Olten ohne Punkt) im ersten Aufeinandertreffen der Saison die Powermäuse im Kleinholz demontierte: Nach dem standesgemässen Führungstreffer durch Alban Rexha nach fünf Minuten trafen nur noch die Gäste, mit zwei Handgelenkschüssen von der blauen Linie zwischen Freund und Feind hindurch leiteten sie das Oltner Debakel ein. Bei aller (Fan-)Freundschaft, wollen die Dreitannenstädter heute Punkte mit nach Hause nehmen, braucht es disziplinarisch ein ganz anderes Auftreten als im «Hinspiel».

Sierre mit «Atom-Duo»
Denn die Walliser sind eine der Überraschungsmannschaften in der bisherigen Meisterschaft. Mit 19 Punkten aus zehn Spielen steht die Mannschaft von Dany Gélinas auf dem dritten Zwischenrang, fünf Punkte vor unseren Powermäusen. Einen grossen Anteil an diesem Erfolg hat das kongeniale Sturmduo Guillaume Asselin/Arnaud Montandon (Montandon traf in Olten zweimal, Asselin einmal). 15 der 34 erzielten Tore gehen auf das Konto der beiden, zusammen haben sie bereits 36 Skorerpunkte gesammelt. Die Powermäuse sind also gewarnt und sollten wissen, wo sie die Hebel ansetzen müssen.

Die Zeit, eine mysteriöse Sache
Weiterhin kann Fredrik Söderström nicht auf Esbjörn Fogstad Fold und Noah Fuss zurückgreifen. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird auch die Leihgabe von den Flint Firebirds, Brennan Othmann, noch nicht zum Zuge kommen.

Optimistisch gesehen haben die Oltner zwar noch Zeit, ihr Spiel zu verbessern und der Liga zu zeigen, wo der Hammer - nicht nur geographisch - hängt. Die Realität kann aber nach dem Taucher in Langenthal nicht mehr schöngeredet werden: Der EHCO wird für eine längere Zeit die Rolle des «Jägers» innehaben. Aus diesem Grund sollte langsam darauf geachtet werden, dass man sich mit einem valablen Punktepolster eindecken kann. Denn ein momentanes Torverhältnis von 3:3 im Durchschnitt ist auf keinen Fall der Anspruch der Powermäuse. (rsu)

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