Eishockey Club Olten
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Ersatzgeschwächt zum Erfolg

Trotz zahlreichen Ausfällen gewinnt der EHC Olten in Arosa auch in dieser Höhe verdient mit 5:1 Toren.

Mit einem kompletten Team tritt der EHC Olten in Arosa an. Dachte man. Kurzfristig fallen Florian Schmuckli, Joel Scheidegger und Cèdi Maurer krank aus (nein, es ist nicht Corona), zudem werden die Importspieler und der rekonvaleszente Dan Weisskopf geschont. Und schon präsentieren sich die Powermäuse im Aroser Sportzentrum mit einem Rumpfteam. Die gut 30 angereisten EHCO-Fans müssen dann auch den frühen Rückstand verdauen: Nach 28 Sekunden wandert Eliot Antonietti wegen Behinderung auf die Strafbank, was Andreas Tschudi 15 Sekunden später mit einer Direktabnahme aus dem Slot eiskalt ausnutzt. Es entwickelt sich daraufhin ein gefälliges Trainingsspiel, in dem man sich nicht übermässig wehtut und man brandheisse Torchancen mit dem Hubble-Teleskop suchen muss. Zwei weitere Überzahlspiele auf beiden Seiten ändern nichts daran, dass es nach 20 gespielten Minuten 1:0 steht und ein Klassenunterschied nicht- oder nur schwer, immerhin sorgen unter anderem Jan Mosimann, Silvan Wyss und Eliot Antonietti für ein positives Schussverhältnis- erkennbar ist.

Ab Drittel zwei klare Verhältnisse
In den ersten Minuten im Mittelabschnitt deutet sich zunächst vage an, dass dies nicht so weiter geht: Die Gäste schnüren Blau-Gelb immer mehr und öfter im eigenen Drittel ein, und bald ist es eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich realisiert ist. Nach guten Möglichkeiten von Stan Horansky und Robin Schwab ist es Silvan Wyss, welcher nach 28 Minuten Torhüter Kruijsen mit einem platzierten Schuss in die rechte tiefe Ecke keine Chance lässt. Obwohl jetzt auch hüben wie drüben einige Strafen ausgesprochen werden, wähnt man sich bis Drittelsende in einem Oltner Dauer-Powerplay. Einzig Torhüter Fabrice Kruijsen ist es zu verdanken, dass das Spiel bis zur zweiten Pause nicht längst für die Dreitannenstädter entschieden ist. Und doch muss er vor dem zweiten Tee die Scheibe nochmal aus dem Kasten fischen: Lukas Lhotak geht in der 39. Minute auf der rechten Seite bei einem Aroser Spielerwechsel völlig vergessen und wird von Stéphane Heughebaert mustergültig in die Tiefe geschickt. Alleine vor Kruijsen lässt er sich dann nicht zweimal bitten.
Auch wenn die Gäste diese Pace zu Beginn des dritten Abschnitts nicht ganz aufrechterhalten können, merkt man den tapfer kämpfenden Gastgebern an, dass ihnen mehr und mehr die Luft ausgeht, die es eben braucht, um mit einem höherklassigen Team mitzuhalten.

Entscheidung im Schlussabschnitt
Endgültig «patschifig» wird dann die Oltner Hockey-Welt nach 48 Minuten: Cyril Oehen versenkt im Powerplay eine schöne Vorarbeit von Weder und Hasani und sorgt für die Entscheidung. Dies, weil die Gastgeber nun definitiv nichts mehr entgegenzusetzen haben. Im Gegenteil, Leo Fuhrer erzielt mit einem Buebetrickli kurz vor dem Ende das 1:4, und Robin Schwab sorgt 19 Sekunden vor dem Ende für das Schlussresultat, was im Endeffekt auch in dieser Höhe absolut den Leistungsverhältnissen entspricht.
Am kommenden Dienstag treffen die Dreitannenstädter in Olten (19:30 Uhr) im zweitletzten Testspiel auf den EHC Kloten. (rsu)

FRESHFOCUS 1108003

Telegramm

EHC Arosa – EHC Olten 1:5 (1:0,0:2,0:3)

Sport–und Kongresszentrum. – 260 Zuschauer. – SR: Castelli, Unterfinger (Dittli, Francey) –
Tore: 1. (00:43) Tschudi (Gyger, Carevic, Ausschluss Antonietti) 1:0. 29. Wyss (Antonietti, Muller) 1:1. 39. Lhotak (Heughebaert) 1:2. 49. Oehen (Weder, Hasani, Ausschluss Zryd) 1:3. 58. Fuhrer (Heughebaert) 1:4. 60. Schwab (Portmann) 1:5.– Strafen: Arosa 6 mal 2 Minuten, Olten 5 mal 2 Minuten.

Olten: Matthys; Antonietti, Wyss; Gurtner, Lüthi; Heughebaert, Nater; Hüsler, Weder, Horansky; Hasani, Fuhrer, Lhotak; Mosimann, Schwab, Muller; Oehen, Portmann.

Bemerkungen: Olten ohne Schmuckli, Scheidegger, Maurer (krank), Nunn, Knelsen, Weisskopf (geschont).