Folgt die Bestätigung?

Der EHC Olten ist heute Abend um 20:00 Uhr in der Zielbau Arena in Winterthur zu Gast. Die Begegnung könnte für die nähere Zukunft wegweisenden Charakter haben.

Ungefähr ein Jahr ist es her, als die Powermäuse in einer ganz ähnlichen Situation wie zum jetzigen Zeitpunkt steckten: Der Saisonstart war zwar keine Katastrophe, dann und wann konnte man sogar überzeugen. Um dann aber im nächsten Spiel den Anhang wieder vor die Frage zu stellen, wie ein solch mauer Auftritt nach einer ansprechenden Leistung eigentlich möglich sei. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem das Team sich zusammensetzte und nach tiefgründigen Gesprächen allen wieder bewusst wurde, wie man sich mit einfachen Mitteln aus der «Krise» kämpfen kann. Die Siegesserie, die folgte, sucht wohl in der Geschichte des Clubs ihresgleichen.

Knelsen wieder als «Spiritus Rector»?
Dieser ersehnte Turnaround wird heuer noch gesucht. Dazu kann das Spiel in Sierre aber durchaus der Anfang gewesen sein: Mit ausgezeichnetem kämpferischen und disziplinierten Spiel wies man den Gegner in die Schranken, genauso wie sich das Sportchef Marc Grieder bei der Kaderzusammenstellung vorgestellt haben dürfte. Kommt hinzu, dass die Importspieler langsam ihr gewohntes Level zu erreichen scheinen: Garry Nunn wirbelte die gegnerische Abwehr Mal für Mal durcheinander, und Dion Knelsen zeigte nur schon mit seinen wiedergewonnenen Skorerqualitäten, dass er nahe daran ist, wieder der «Denker und Lenker» im Oltner Spiel zu werden.

Diese Vorzüge gilt es heute wieder aufs Eis zu bringen. Ein grosser Vorteil könnte es sein, dass der EHC Winterthur ganz ähnlich gestrickt zu sein scheint wie der letzte Gegner: Mit Riley Brace und Zack Torquato trifft man auf Spieler, die Rang eins und drei der aktuellen Skorerliste der Swiss League belegen. Aus den 35 erzielten Treffern der Zürcher fallen 46 Skorerpunkte (20 Tore) in die Stockschaufeln des kanadischen Duos. Doch bei allem gebotenen Respekt für die bisher guten Auftritte des Teams von Teppo Kivelä: Gelingt es den Powermäusen wieder, die gegnerischen Schlüsselspieler in Schach zu halten, sollte mit den vorhandenen spielerischen Möglichkeiten ein weiterer «Dreier» im engen Bereich des Möglichen liegen.

Never change a winning Team…
…lautet folgerichtig die Devise für das Spiel gegen den derzeit Tabellenneunten: Der Coaching-Staff schenkt wiederum dem formstarken Silas Matthys im Tor das Vertrauen. Brennan Othmann wird noch etwas Akklimatisationszeit gegönnt und Esbjörn Fogstad Vold und Noah Fuss sind weiterhin verletzt. Dafür steht wiederum der Huttwiler Kent Daneel im Kader, der sich hervorragend an den höheren Rhythmus in der Swiss League gewöhnt hat. (rsu)

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