Eishockey Club Olten
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Glückliche Aufholjagd bringt keinen Lohn

Auch im vierten Duell bleibt Olten gegen Visp sieglos. Mit schwachen zwei Startdritteln schlug sich der EHCO selbst, auch wenn er die 0:3-Hypothek beinahe wettgemacht hätte. 

Dass der Visper Schlussmann Sascha Rochow zum Mann des Spiels erkoren wurde, war ein trügerisches Zeichen. Zweifelsfrei spielte er einen starken Match gegen die beste Offensive der Liga. Aber es war nicht so, dass die Oltner im Wallis ein Offensivfeuerwerk gezündet hätten. Dies kam viel eher von den Einheimischen Vispern. Sie überfuhren die Oltner, welche oftmals orientierungslos wirkten und die Lage zu wenig schnell erfassten, fast jeden Zweikampf verloren, keine Checks fertig machten und die Beine zu wenig laufen liessen. Kurz nach Spielmitte - Olten lag bereits mit 0:3 im Hintertreffen - hatte Headcoach Chris Bartolone genug gesehen. Er stellte seine Sturmlinien auf den Kopf - Ueli Huber und Cedric Schneuwly drückten von diesem Zeitpunkt an die Bank. Jene Linien, die zum Jahresauftakt noch Erfolgsgarant gewesen waren, warf Bartolone über den Haufen.

Schon gegen Ajoie hatten sich die Offensivkräfte vergebens bemüht. Die Umstellungen des Chefs an der Bande  gaben dem Oltner Spiel zwar neuen Schwung, aber die klare Struktur fehlte. Der Spielaufbau blieb eine Baustelle. So war es vielmehr das Tor von Gervais, das dem EHCO ein zweites Leben gab. Von hinter der Grundline spielte der Kanadier den Puck an Rochows Schoner - der Puck kullerte über die Linie. Es wiederholte sich ein altbewähtes Muster: Plötzlich waren die Dreitannenstädter im Wallis präsent und fuhren eine Angriffswelle nach der anderen. Weniger als zwei Minuten nach Gervais listigem Tor schaffte Captain Lukas Haas bereits den Anschluss. Visp zitterte sich in den verbleibenden neun Minuten aber doch noch zum Sieg.

Eine Verlängerung wäre nach dem misslungenen Auftritt in den ersten beiden Dritteln ein zu grosser Lohn gewesen. Im Oltner Boxplay hatte die Zuordnung nicht gestimmt, das Powerplay blieb bis Spielende zu harmlos.  Auch in den Schlussminuten schaffte der EHCO es nicht, das Überzahlspiel für den Ausgleich zu nutzen. Sieben Spiele vor den Playoffs gibt es noch einige Baustellen. Weil Ajoie Kloten niederkanterte bleibt Olten an der Tabellenspitze dran. Doch wie das Resultat gegen Visp, ist auch das Bild, welches die Tabelle wiedergibt, trügerisch: Nach Verlustpunkten wäre der EHCO auf Rang fünf klassiert und hätte kein Heimrecht. (ys/Bild:freshfocus)