Eishockey Club Olten
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Leistungssteigerung gegen Biasca

Der EHC Olten gewinnt verdient mit 5:2 gegen das Schlusslicht Biasca und bleibt somit weiterhin ungeschlagen im heimischen Kleinholz. Eine Leistungssteigerung und effiziente Special-Teams bringen den Powermäusen den Sieg.

Schwieriger Start
Zwei Tage nach der Niederlage in Sierre will der EHC Olten heute gegen das Schlusslicht aus Biasca eine Reaktion zeigen. Dieses Unterfangen gelingt den Dreitannenstädter zumindest in den ersten 20 Minuten nicht. Die Oltner startet zwar druckvoll in die Partie und können früh  in Überzahl agieren, was ihnen aber keinen Vorteil bringt. Man schafft es zwar sich im Drittel der Tessinern zu positionieren kommt aber zu keinem gefährlichen Abschluss. Zu kompliziert versuchen die Oltner das Spiel aufzubauen und vertändeln so immer wieder die Scheibe mit unnötigen Fehlpässen. Ein solcher Fehlpass führt kurz nach Ablauf der ersten Strafe auch zum ersten Gegentor. Die Rockets erobern die Scheibe im eigenen Drittel und können die Powermäuse auskontern. Christophe Cavalleri erhält die Scheibe zentral in der Mitte des Oltner Drittels und schiesst präzise in die rechte obere Ecke.

Die Führung hält aber nicht lange, denn genau eine Minute später könne die Hausherren nämlich bereits ausgleichen. Lukas Lhotak kommt in Scheibenbesitzt und fährt auf dem linken Flügel Richtung Tessiner Kasten. Mit einem scharfen Schuss erwischt der Tscheche Stefan Müller im Tor der Rockets in der nahen Ecke. Gegen Ende des Drittels kommt es auf beiden Seiten zu gefährlichen Aktionen, nach dem zuvor während des ganzen Drittels Torraumaktionen eher Mangelware waren. Dank einem starken Silas Matthys im Tor konnte man nach einer Unkonzentriertheit in der Oltner defensive froh sein kein zweites Mal in Rückstand zu geraten.

Wieder ein Traumtor von Scheidegger
Nach 40 Minuten liegt der EHC Olten 3:1 in Führung. Zunächst läuft es aber gar nicht rund bei den Gastgebern. Die Gäste kommen besser aus der Pause und weisen in den ersten fünf Minuten auch die besseren Torchancen auf. Etwas aus dem nichts geht der EHC Olten dann nach 25 Minuten in Führung. Der formstarke Verteidiger Joel Scheidegger erhält an der blauen Linie die Scheibe und zimmert sie perfekt ins rechte Lattenkreuz.

Doch auch nach der Führung läuft es bei den Dreitannenstädtern nicht wie gewünscht. Wie schon im ersten Drittel bekundet man viel Mühe beim Erarbeiten von Torchancen. Zu ungenau werden die Angriffe zu Ende gespielt, was in vielen Scheibenverlusten resultiert. Wenn die Gäste aus dem Tessin gefährlich werden dann meist nach solchen Puckverlusten. So scheitert beispielsweise Adrien Lauper alleine vor Matthys in der 39. Minute. Kurz vor Ende des Drittels gelingt den nun besser spielenden Oltner gar noch ein weiterer, eher schmeichelhafter Treffer. Dion Knelsen zieht auf der linken Seite an seinen Gegenspielern vorbei und bringt den Puck dann aufs Tor. Die Scheibe wird nicht mehr abgefälscht und landet im Kasten hinter Müller, welcher bei dieser Aktion nicht gut aussieht.

Effizientes Powerplay
Das letzte Drittel startet ideal für den EHCO. Gleich zu beginn kassieren die Tessiner nacheinander zwei Strafen, wodurch Olten zu zwei Powerplay Situationen kommt, welche eiskalt ausgenutzt werden. Zunächst trifft Stanislav Horansky in der 43. Minute. Dion Knelsen bringt im Powerplay die Scheibe aufs Tor, wo Horansky seinen Stock hinhält und die Scheibe unhaltbar unter die Latte ablenkt. Nur gerade eine Minute später ist es Garry Nunn, welcher das letzte Oltner Tor erzielt. Der Assist kommt wieder von Knelsen, der damit an drei Toren direkt beteiligt ist und zurecht zum Bestplayer ernannt wurde. In der kanadischen Co-Produktion erhält Nunn die Scheibe diagonal zugespielt und muss diese nur noch im leeren Tor versenken.

In der Folge kurbelt der EHCO das Spiel gekonnt runter und lässt nichts mehr anbrennen. Nur in der 56. Minute wird Silas Matthys noch ein letztes Mal bezwungen. Joel Neuenschwander trifft ansehnlich für das Schlusslicht aus der zweiten Reihe und markiert somit das letzte Highlight einer gegen Ende immer besser werdenden Partie. Dank einer Leistungssteigerung im Verlauf des Spiels und einem effizienten Powerplay wahrt der EHC Olten somit seine heimische Dominanz und bleibt zuhause weiterhin ungeschlagen. Weiter geht es für das Team nächsten Freitag zuhause im Derby gegen den SC Langenthal. Das erste Heimderby der Saison startet um 19.45 Uhr. (mho)

EHC Olten – Ticino Rockets 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Kleinholz. – 2177 Zuschauer. – SR: Staudenmann/Schüpbach (Dreyfus/Ammann). – Tore: 4. Cavalleri (Beauchemin) 0:1. 5. Lhotak (Antonietti, Wyss) 1:1. 25. Scheidegger (Forget, Sterchi) 2:1. 40. (39:38) Knelsen (Antonietti) 3:1. 44. Horansky (Knelsen, Scheidegger; Ausschluss Gärtner) 4:1. 45. Nunn (Knelsen, Scheidegger; Ausschluss Rubanik) 5:1. 57. Neuenschwander (Ugazzi, Barbei) 5:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten. 6-mal 2 Minuten gegen die Rockets.

Olten: Matthys; Antonietti, Wyss; Lüthi, Heughebaert; Nater, Scheidegger; Gurtner; Horansky, Knelsen, Nunn; Lhotak, Forget, Sterchi; Mosimann, Fuhrer, Hüsler; Oehen, Schwab, Portmann.

Rockets: Müller; Fontana, Villa; Rubanik, Näser; Gärtner, Ortenszky; Pastori, Ugazzi; Beauchemin, Cajka, Dal Pian; Cavalleri, Canova, Bionda; Barbei, Tschumi, Neuenschwander; Lauper, Dufey, Weder.

Bemerkungen: Olten ohne Headcoach Lars Leuenberger (rekonvaleszent), Weisskopf, Weder, Maurer, Hasani (alle verletzt) und Schmuckli (krank).