Eishockey Club Olten
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Machtdemonstration im Schoren

Der EHC Olten schlägt den Derbyrivalen aus Langenthal diskussionslos mit 5:0 und bleibt im Schoren auch im zweiten Spiel ohne Gegentor.

Tabellenführer gegen Achtplatzierten. Die Ausgangslage vor einem Derby war selten so vermeintlich klar wie an diesem Freitagabend. Und der EHC Olten überzeugte im Schoren mit gefälligem Passspiel, grossem Einsatz und einer hohen Frequenz derart, dass das 5:0 sicherlich nicht zu hoch ausfällt.

Einbahnhockey aufs Langenthaler Tor
Als der EHCO bereits nach 43 Sekunden eine Strafe wegen Haltens aufgebrummt bekam, präsentierte sich den Hausherren, ihres Zeichens ausgewiesene Powerplayspezialisten, jedoch eine unverhofft frühe Chance auf das erste Tor. Die Oltner Boxplayformation konnte alle gelb-blauen Anstrengungen zunichte machen und so war es der EHCO, welcher in der Folge das Spieldiktat zunehmend übernahm. Was im Schoren zu sehen war, erfreute die vielen mitgereisten Oltner Fans – war es doch während der ersten zwanzig Minuten grösstenteils Einbahnhockey auf das Tor von Caminada. Kurz nach Drittelsmitte war es dann der im Stile Supermans heranfliegende Dominic Weder, der ein Hasani-Buebetrickli vollenden und die Scheibe ein erstes Mal ins Netz befördern konnte. Auch nach dem Führungstor blieb der EHCO die spielbestimmende Mannschaft. Die erste Linie, welche in der Offensivzone wild wirbelte, blieb ein Torerfolg jedoch vorerst noch vergönnt. So war es die nominell zweite Linie, welche die Lampe hinter dem Langenthaler Tor zum Leuchten bringen konnten. Nach einem kernigen Check von Dominic Forget in der offensiven Zone spedierte Jan Mosimann die Scheibe aus fast unmöglichem Winkel in die nahe hohe Torecke zum 2:0.

Weitere Verletzung als Dämpfer
Ungemach bahnte sich vor Drittelsende in der Form einer weiteren Verletzung an. Dan Weisskopf wurde unsanft in die Bande beordert und verliess das Eis von zwei Mitspielern gestützt mit einem schmerzverzerrten Gesicht. Ob und wenn ja wie lange er ausfallen wird ist noch nicht bekannt. Seine Stelle im dritten Verteidigerpaar wurde ab dem Mitteldrittel von Rückkehrer Wyss übernommen, welcher in dieser Rolle bereits beim Vorbereitungsspiel in Arosa fungierte und einen überzeugenden Auftritt hinlegte. Das anschliessende fünfminütige Powerplay konnte der EHC Olten in der Person von Dominic Forget zum 3:0 ausnutzen. Der Routinier liess sich bei einer weiteren angezeigten Strafe gegen Langenthal viel Zeit und schoss die Hartgummischeibe von der blauen Linie aus an allen Spielern vorbei ins Netz. Im Anschluss an den dritten Oltner Torerfolg sah sich die umgestellte Defensivabteilung einem Langenthal gegenüber, dass plötzlich mitspielen wollte. Trotz mehreren Abschlüssen konnte der EHCO die Oberaargauer Druckphase jedoch schadlos überstehen und mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung in den Schlussabschnitt steigen.

Dritter Shutout für Rytz
Die grosse Chance mittels Anschlusstreffer ins Spiel zurückzukommen eröffnete sich dem SC Langenthal gleich zu Beginn des Schlussabschnitts, als man zum wiederholten Male  mit einem Mann mehr agieren konnte. Doch auch diese Boxplaysituation meisterte der EHCO mustergültig und zerstörte kurz darauf mit Dion Knelsens 4:0 in der 43. Minute endgültig die Langenthaler Resthoffnungen. Das Campbell-Team schien sich in der Folge seinem Schicksal zu ergeben und unternahm keine grossen Anstrengungen mehr in Richtung Oltner Tor. Vereinzelte Konter und Abschlüsse parierte die Defensive um Torhüter Rytz gekonnt, sodass der Oltner Rückhalt verdientermassen zu seinem dritten Shutout der Saison kam. Den Schlusspunkt hinter diese einseitige Partie setzte Joel Scheidegger zwei Minuten vor Spielende mit einem Geschoss aus der Distanz. Der Verteidiger, welcher von Lhotak und Nunn bedient wurde, nutzte dabei eine laufende Oltner Powerplaysituation aus.

So geht’s weiter
Ob es für den EHCO am Sonntag so problemlos weitergeht kann ab 17:30 Uhr live im Kleinholz verfolgt werden, wenn der HC Thurgau in Olten gastiert.  Der HCT besiegte am heutigen Abend den viertplatzierten HC La Chaux-de-Fonds mit 3:1. Den Oltnern ist also geraten von der ersten Minute an präsent zu sein, um den nächsten Sieg einfahren zu können. Das nötige Selbstvertrauen und die erforderlichen Fähigkeiten dazu sind jedenfalls vorhanden. (dho)

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Langenthal - Olten 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

Schoren. – 2349 Zuschauer. – SR Müller/A. Wiegand, Pitton/Micheli. – Tore: 12. Weder (Hasani, Wyss) 0:1. 17. Mosimann (Forget, Nater) 0:2. 23. Forget (Scheidegger; Ausschluss Kämpf; Strafe angezeigt) 0:3. 42. Knelsen (Nunn) 0:4. 59. Scheidegger (Lhotak, Nunn; Ausschluss Coffman) 0:5. – Strafen: 7-mal 2 Minuten sowie 5 Minuten (Kämpf) plus Spieldauer (Coffman) gegen Langenthal, 9-mal 2 Minuten gegen Olten.

Langenthal: Caminada (Stauffacher); Müller, Pienitz; Weber, Maret; Higgins, Christen; Aebi; Tschannen, Kummer, Coffman; Kämpf, Fuss, Leone; Ranta, Nyffeler, Bärtschi; Wyss, Kläy, Rüegsegger; Rehak.

Olten: Rytz (Matthys); Antonietti, Scheidegger; Lüthi, Schmuckli; Nater, Weisskopf; Horansky, Knelsen, Nunn; Lhotak, Forget, Mosimann; Wyss, Weder, Hasani; Portmann, Schwab, Muller.

Bemerkungen: Olten ohne Oehen, Fuhrer, Heughebaert, Maurer, Gurtner, Hüsler (alle verletzt). Langenthal ohne Elo (verletzt), Dähler (überzählig), Aeschbach (SCL Tigers). 34. Timeout Olten.