Negativserie gestoppt

Der EHCO findet nach acht Niederlagen in Serie zum Siegen zurück und schlägt Winterthur mit 5:2. 

Gross ist die Erleichterung bei den Powermäusen, als kurz vor 22:00 Uhr in der Zielbau Arena Winterthur die Schlusssirene ertönte. Nach acht Niederlagen in Serie gewinnt das Team von Coach Fredrik Söderström endlich mal wieder ein Spiel und belohnt sich für ein solides Spiel mit drei wichtigen Punkten. 

Guter Start
Wie schon oft in dieser Saison starteten die Dreitannenstädter engagiert in die Partie. Mit grosser Laufbereitschaft und hoher Intensität setzten die Grün/Weissen das Tabellenschlusslicht unter Druck. Es dauerte nur wenige Sekunden bis der auffällige Mason McTavish ein erstes Mal vor dem Tor von Joel Messeli aufkreuzte. Es dauerte schliesslich aber bis in die 9. Spielminute, ehe Topskorer Nunn auf Pass von Landsmann Knelsen das erste Tor des Abends erzielen konnte. Der Kanadier brauchte gerade mal elf Sekunden, um das erste Powerplay für den EHCO in ein Tor umzumünzen. In der Folge konnten die Powermäuse das Tempo nicht konsequent hochhalten, so dass ein Winti-Konter in Person von Tim Wieser zum glücklichen Ausgleich führte. Mit diesem Resultat ging es in die erste Pause.

Olten behält trotz Gegentor und vielen Strafen einen klaren Kopf
Denkbar schlecht starteten die Powermäuse ins Mitteldrittel: Nach vier Minuten führte ein schön vorgetragener Konter der Hausherren zur erstmaligen Führung für die Zürcher. Bleiker erwischte den stark aufspielenden Silas Matthys im Oltner Tor auf Zuspiel von Puide zum 1:2 aus Oltner Sicht. Die Reaktion der Gäste liess rund fünf Minuten auf sich warten. Diese fiel dann aber umso heftiger aus: Mason McTavish und Evgueni Chiriayev im Powerplay, kehrten die Partie innert drei Minuten. Beide Male hatte Captain Dion Knelsen seine Finger im Spiel und liess sich zwei weiterere Assist-Punkte gutschreiben. Nur wenige Minuten später doppelte der Debütant in Grün/Weiss, Robin Schwab, auf Pass von Cyril Oehen nach und lenkte so das Spiel in die gewünschte Bahnen für die Dreitannenstädter.

Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel ruppiger, was zu einer wahren Flut an Strafen führte. Allein auf Oltner Seite mussten die Powermäuse neun (!) Unterzahlsituationen überstehen. Das Boxplay funktionierte an diesem Abend jedoch sensationell, sodass die Strafen vom EHC Winterthur nicht bestraft werden konnten. Für die Vorentscheidung war dann rund acht Minuten vor Schluss der omipräsente Evgueni Chiriayev zuständig. Wiederum im Powerplay wurde er von Knelsen perfekt im Slot in Szene gesetzt und hatte keine Mühe, das Spielgerät im Tor zu versorgen. Winterthur konnte sich, trotz einer starken kämpferischen Leistung, von diesem Treffer nicht mehr erholen und war zu keiner Reaktion mehr fähig. Der EHCO belohnte sich für eine solide Leistung, die Lust auf mehr macht. Vielleicht schon am nächsten Samstag, wenn der Gegner ebenfalls aus dem Kanton Zürich kommt und GCK Lions heisst. (jal, Bild: Freshfocus)

10

Winterthur - Olten 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)
Zielbau Arena. – Keine Zuschauer. – SR Müller/Potocan, Bichsel/Haag. –
Tore: 9. Nunn (Chiriayev, Knelsen; Ausschluss Brace) 0:1. 14. Wieser (Brace, Arnold) 1:1. 24. Bleiker (Puide) 2:1. 30. McTavish (Knelsen) 2:2. 33. Chiriayev (Nunn, Knelsen) 2:3. 35. Schwab (Oehen) 2:4. 53. Chiriayev (Knelsen, Nunn; Ausschluss Bozon) 2:5. – Strafen: 4-mal zwei Minuten gegen Winterthur, 9-mal zwei Minuten gegen Olten.
Winterthur: Messerli (Gianola); Engeler, Sigg; Pozzorini, Birchler; Steinauer, Raggi; Bachofner, Sluka; Bozon, Hess, Haldimann; Brace, Wieser, Arnold; Braus, Allevi, Oana; Bleiker, Puide, Krayem.
Olten: Matthys (Racciatti); Stämpfli, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Weisskopf; Suleski; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Chiriayev, Wyss; Schwarzenbach, Fuhrer, Oehen; Fogstad Vold, Weder, Portmann; Schwab.
Bemerkungen: Olten ohne Rexha, Simon Rytz, Stauffacher, Hüsler (alle verletzt), Horansky, Heughebaert, Nater, Gurtner, Daneel, Halberstadt (alle überzählig) sowie Paupe (abwesend).