Pleite Nummer fünf in Serie

Der EHC Olten verliert das kapitale Spiel gegen den HC Thurgau nach 2:0-Führung mit 2:4 Toren. Damit sind die Dreitannenstädter Stand jetzt in den Pre-Playoffs.

Es ist zum Verzweifeln: Trotz einer frühen und hochverdienten 2:0-Führung nach einem Doppelschlag steigern sich die Gäste aus dem Thurgau von Minute zu Minute und holen dank zwei kuriosen Toren im Schlussabschnitt den Sieg nach Hause. Kurios, weil das 2:3 aus Oltner Sicht nach nur 19 Sekunden nach Wiederbeginn durch einen Konter fällt, der zunächst bereinigt schien. Ein Oltner Verteidiger rutscht dabei in einen Querpass der Gäste nach einer Zwei-gegen-Eins Situation und lenkt die Scheibe hinter das Tor. Von da kommt sie aber zurück auf den wartenden Bischofberger, welcher in Extremis einschiebt. Und das 2:4 scheint langsam eine Oltner Spezialität zu werden: Nach einem Oltner Powerplay kann Adrian Wetli, von der Strafbank kommend, nach 52 Minuten einen Pass von Loosli alleine vor Matthys verwerten.

Stark begonnen, stark nachgelassen
Das Spiel beginnt mit druckvollen Gastgebern: Nach einigen brenzligen Situationen vor Hüter Aeberhard - weil endlich wieder einmal aus allen Lagen aufs Tor gepfeffert wird – sind es Silvan Wyss und Cyril Oehen mit dem ersten Saisontreffer, welche die Gastgeber nach sieben Minuten und innert 32 Sekunden mit 2:0 in Führung bringen. Wyss versenkt einen herrlichen Pass von der blauen Linie (Gurtner war der Absender) unhaltbar in den Maschen, und Oehen lenkt ein Geschoss von Mason McTavish ins Tor. Weil aber die Gäste dann so langsam ins Spiel kommen und Silas Matthys nach und nach ebenfalls beschäftigen, ist der Anschluss in der 18. Minute durch Brändli und im ersten Powerplay der Gäste nicht unverdient. Eine weitere Unterzahlsituation kurz vor der ersten Pause überstehen die Dreitannenstädter dann ohne grosse Mühe.
Sofort wollen die Oltner auch dem zweiten Drittel den Stempel aufdrücken: Pech, dass eine Direktabnahme von Brennan Othmann kurz nach Wiederbeginn nach einem Querpass von Garry Nunn nur den Pfosten streift, oder Silvan Wyss und Stéphane Heughebaert (von der Blauen Linie) nur knapp scheitern. Denn mit Fortdauer des mittleren Abschnitts wittern die Jungs von Stephan Mair Morgenluft und schnüren ab der Spielmitte die Gastgeber immer wieder in der eigenen Verteidigungszone ein. Dies gipfelt dann im Ausgleich nach 35 Minuten: zwar sind sich die Schiedsrichter nach Hinterkirchers Tor nicht sicher, ob Matthys behindert wurde. Nach minutenlangem Videostudium wird der Treffer von Mattia Hinterkircher aber gegeben.

Wie weiter?
Der EHC Olten ist am kommenden Montag gegen denselben Gegner im Einsatz (Güttingersreuti, 20:00 Uhr). Und langsam dürfte nicht nur die Hoffnung schwinden, die Playoffs mit einem Heimspiel zu starten, sondern auch, diese überhaupt zu erreichen. Man darf gespannt sein, welche Zaubertricks die Verantwortlichen beim EHCO noch auf Lager haben, um diese missliche Situation doch noch zu meistern. (rsu)

Olten – Thurgau 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)

Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR Massy/Ströbel, Micheli/Humair. – Tore: 7. (6:11) Wyss (Gurtner, Schirjajew) 1:0. 7. (6:43) Oehen (McTavish, Suleski) 2:0. 18. Brändli (Brennan, Scheidegger; Ausschluss Oehen) 2:1. 35. Hinterkircher (Rundqvist) 2:2. 41 (40:19) Bischofberger (Hobi) 2:3. 52. Wetli (J. Loosli) 2:4.

Olten: Matthys (Stauffacher); Suleski, Weisskopf; Maurer, Lüthi; Elsener, Nater; Heughebaert, Gurtner; Othmann, Knelsen, Nunn; Schwarzenbach, Schirjajew, Wyss; Weder, Fuhrer, Portmann; Fogstad Vold, McTavish, Oehen.

Bemerkungen: Olten ohne Rexha, Simon Rytz, Daneel, Hüsler (alle verletzt) sowie Philipp Rytz (überzählig). Thurgau ohne Ang, Wetter, Bader, Schweri (alle abwesend), Schmutz, Hulak, Mosimann, Moser, Rüegger, Parati, Hollenstein, Molina, Moor (alle verletzt).