Showdown in Weinfelden

Heute Abend ist der EHC Olten in der Güttingersreuti beim HC Thurgau (18:30 Uhr) zu Gast. Es ist das letzte Spiel einer Regular Season, die für die Powermäuse ein stetiges Auf und Ab war.

Nun können es die Dreitannenstädter also doch noch schaffen: Nach einem kaum zu erwartenden Spektakel-Sieg gegen den SC Langenthal genügt den Powermäusen ein Punkt, um die ungeliebten Pre-Playoffs zu umgehen und die Qualifikation noch als Fünftplatzierte zu beenden. Die Playoffs jedoch bereits als sicher zu werten, wäre fatal. Zu gross waren die Leistungsschwankungen in den letzten Monaten. Immerhin, wieder einmal können die Oltner mit einem gut ausgestatteten Selbstvertrauen in die Ostschweiz reisen. Das Spiel gegen den SCL hat einmal mehr gezeigt, dass der EHCO bei diszipliniertem Auftreten mit jedem Gegner in der Swiss League mithalten kann. Das Rezept, um gegen die Thurgauer zu bestehen, ist für den noch immer verletzten Cédric Hüsler klar: «Nochmal so einen Auftritt wie gegen den SCL hinlegen. Das war richtiges Playoff-Hockey». Hüsler hofft, dass er noch in dieser Spielzeit sein Comeback geben kann: «Die Heilung verläuft sehr gut, und ich hoffe natürlich schwer, dass ich in dieser Saison noch zum Einsatz komme».

Negative Bilanz gegen den HC Thurgau
Gegen das Team von Stephan Mair hat der EHCO auch in dieser Spielzeit seine liebe Mühe: Einem 2:1-Heimsieg im November folgten Anfangs Februar zwei kurz aufeinanderfolgende Pleiten. Wieder zuhause unterlag man mit 2:4, und zwei Tage darauf gingen die Powermäuse in der Ostschweiz mit 2:6 unter. Dieses letzte Aufeinandertreffen kann getrost als Beispiel dafür angesehen werden, dass gegen die Leuen eine gute und disziplinierte Leistung über die volle Spieldauer abgerufen werden muss. In jenem Spiel kassierten die Dreitannenstädter nämlich innert drei Minuten (24.-27.) drei Gegentore, und im letzten Abschnitt verunmöglichte man wie so oft in dieser Spielzeit eine Aufholjagd nach Undiszipliniertheiten gleich selbst.

Den Rechenschieber weglegen
Dass der HC La-Chaux-de-Fonds den EHCO aufgrund der Direktbegegnungen nicht mehr überholen kann und der EHC Visp mit Leader Ajoie nicht eben einen leichten Gegner vor der Brust hat (obwohl man die Ajoulots unlängst nach Rückstand besiegen konnte), darf die Powermäuse nicht kümmern. Ohne Diego Schwarzenbach, Alban Rexha, Dan Weisskopf und Jerôme Portmann müssen die Oltner noch einmal 60 Minuten Vollgas geben. Er will zwar keine Ausreden suchen; Für Cédric Hüsler, der unbedingt noch einmal in der National League spielen will und dies am liebsten mit dem EHCO, gibt es für die schwankenden Leistungen aber doch gewisse Erklärungen: «Es hat sicher ein wenig mit der aussergewöhnlichen Saison zu tun, ausserdem hatten wir doch immer einige Verletzte. Ich bin mir aber sicher, dass wir auf die Playoffs hin unser bestes Eishockey zeigen werden». Sehr gerne nehmen wir ihn bereits heute Abend beim Wort. (rsu)

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