Sieg nach Shootout

In der Zielbau Arena in Winterthur bringen sich die Powermäuse gleich selber um den verdienten Lohn ihrer eigentlich guten Arbeit und bringen mit 3:2 n.P. wenigstens zwei Punkte mit nach Hause.

Danke Dion! Der Kanadier entscheidet mit dem 16. Penalty (er hatte auch schon den ersten des Shootouts verwertet) ein Spiel für die Powermäuse, das nach spätestens zwei Dritteln ohne Wenn und Aber gelaufen sein muss. Dabei sind die Powermäuse nicht nur in den ersten 40 Minuten, sondern praktisch das ganze Spiel hindurch hochüberlegen und lassen den Gastgeber selten ins Spiel kommen. Einzig die Chancenauswertung ist unterirdisch.
Eigentlich beginnt das Spiel, wie jenes in Sierre aufgehört hatte. Eigentlich. Denn obwohl die Powermäuse das Spieldiktat sofort an sich reissen und Garry Nunn nach fünf Minuten von der rechten Seite her mit viel Power auf das Tor zieht und nur den Pfosten trifft, führt nach zehn Minuten der Gastgeber: Oejdemark kommt im Slot irgendwie an die Scheibe und lässt Silas Matthys mit einem platzierten Schuss keine Chance. Olten drückt weiterhin, kommt aber mit Ausnahme einer guten Möglichkeit von Dominic Weder und einem zu zentralen Schuss von Stéphane Heughebaert aus guter Position nicht zu den Topchancen, die es braucht, um das Tor zu treffen. Denn wenn man wie die Powermäuse noch ein wenig Mühe mit der Konstanz hat, darf man nicht erwarten, dass abgelenkte Weitschüsse oder dergleichen über die Linie kullern.

Winterthurs kurzes Aufbäumen
Im zweiten Abschnitt will es Garry Nunn sofort wieder wissen: Nach wenigen Sekunden zieht er in gewohnter Manier auf das Tor, der Winkel für einen Torerfolg ist aber zu spitz. Die Winterthurer erwachen jetzt ein wenig, aber ohne Silas Matthys irgendwie beunruhigen zu können. Just in dieser Phase gleicht der EHCO aus: Daniel Carbis reagiert am schnellsten auf eine freiliegende Scheibe vor dem Tor und macht den hochverdienten Ausgleich (30.). Und sieben Minuten später, drei Zeigerumdrehungen vor der zweiten Pause, rückt Diego Schwarzenbach das Spielgeschehen ins halbwegs rechte Licht. Ebenfalls mit einem Abstauber bringt er den Gast erstmals in Führung.

Ausgleich im letzten Abschnitt
Und so kommt es im dritten Abschnitt, wie es naturgemäss passiert, wenn man noch überlegener wird und nicht trifft: Zwischen weiteren absoluten Topchancen von Nunn, Hüsler, Carbis (und, und, und….) markiert der Winterthurer Topskorer Riley Brace nach einem Konter (44.) den Ausgleich für die Zürcher. Die Powermäuse entscheiden das Spiel aber trotz Dauerdruck auf das Tor von Daniel Guntern nicht vorzeitig und auch nicht in der Verlängerung. Denn auch da vergeben die Oltner zwei Minuten lang Chancen, bis sie «aufgeben», das Spiel beruhigen und in das Penaltyschiessen retten. (rsu)

FRESHFOCUS 1034918

Winterthur - Olten 2:3 n.P. (1:0, 0:2, 1:0, 0:1)

Zielbau-Arena. – 50 Zuschauer. - SR Urban (AUT)/Nikolic (AUT), Haag/Bachelut. - Tore: 9. Oejdemark (Oana, Braus) 1:0. 30. Carbis (Hüsler, Fuhrer) 1:1. 37. Schwarzenbach (Wyss) 1:2. 44. Brace (Torquato, Haldimann) 2:2. -–Penaltyschiessen: Knelsen 0:1, Torquato -; Nunn 0:2, Brace -; Schirjajew -, Haldimann 1:2; Fuhrer -, Allevi -; Weder -, Oejdemark 2:2; Brace -, Knelsen -; Oejdemark -, Nunn -; Torquato -, Knelsen 2:3. -–Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Winterthur, 2mal 2 Minuten gegen Olten.

Olten: Matthys (Racciatti); Philipp Rytz, Weisskopf; Elsener, Maurer; Heughebaert, Lüthi; Gurtner, Nater; Schirjajew, Knelsen, Nunn; Carbis, Fuhrer, Hüsler; Wyss, Rexha, Schwarzenbach; Daneel, Weder, Portmann.

Bemerkungen: Olten ohne Fogstad Vold, Fuss (beide verletzt) sowie Simon Rytz, Oehen (beide krank).