Eishockey Club Olten
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Über Umwege zum nächsten Sieg

Die Siegesserie des EHC Olten in der Swiss League reisst auch gegen die Biasca Ticino Rockets nicht. Die Powermäuse müssen beim Sieg gegen einen aufsässigen Gegner aus dem Tessin allerdings einen Umweg übers Penaltyschiessen einlegen.

Das war knapp. Beinahe hätte der EHC Olten sich an diesem Halloween-Abend von seiner Siegesserie in der Swiss League verabschieden müssen. Fünf Siege hatte das Team von Fredrik Söderström in den letzten Wochen aneinandergereiht, dabei unter anderem die Rockets im Tessin mit 3:2 geschlagen. An diesem Donnerstagabend im Kleinholz nun wäre das Rückspiel gegen die Ticinesi beinahe zum Stolperstein für die Powermäuse geworden.

Denn die 2301 Zuschauer im Kleinholz müssen lange warten, bis der Erfolg gegen Biasca – und damit der Sechste Sieg in Serie – in trockenen Tüchern ist. Nach sechzig Minuten steht es im Kleinholz nämlich 1:1. Und auch die fünfminütige Overtime wollte keinen Sieger hervorbringen. So musste schliesslich das Penaltyschiessen entscheiden. Dort legte Olten dank Toren von Nunn und Knelsen einen Traumstart hin, den Biasca nicht mehr auszugleichen vermochte. Auch dank eines bärenstarken Simon Rytz zwischen den Oltner Pfosten.

Aber der Reihe nach: Der EHCO fand im ersten Drittel sehr gut in die Partie und war bestrebt, schnell in Führung zu gehen. In der 13. Spielminute gelang dies auch: Diego Schwarzenbach reagierte nach einem Chiriaev-Schuss am schnellsten und beförderte die Scheibe ins Netz. Es sollte das einzige Mal bleiben, an dem sich der an diesem Abend überragende – und nach Spielende zum Best Player der Rockets gewählte – Beat Trudel bezwingen liess. Der EHCO verpasste es, die Führung in der Folge auszubauen, liess unter anderem eine doppelte Überzahl ungenutzt.

Im Mitteldrittel kamen sich die Powermäuse dann buchstäblich selbst in die Quere. Durch mangelhafte Chancenauswertung, Fehlzuspiele im Spielaufbau und unnötige Strafen lud man die Ticinesi ein, Tritt in dieser Partie zu finden. Diese liessen sich nicht zweimal bitten und glichen durch Mazzolini in der 27. Minute verdient aus – per Shorthander notabene.

Im Schlussabschnitt drehten die Powermäuse nochmals auf. Doch Knelsen, Chiriaev, Rexha & Co. Fanden allesamt keinen Weg an Biasca-Hüter Trudel vorbei. Und wenn der Tessiner Schlussmann geschlagen war, dann rettete eben die Torumrandung – so etwa bei Weisskopfs Pfostentreffer (51.). Man wurde das Gefühl nicht los, dass es einer dieser Abende werden würde, an dem es einfach nicht klappen soll mit dem Toreschiessen. Im Penaltyschiessen gelang es dann letztlich doch noch – und auch mit dem Pfosten versöhnten sich die Oltner: Denn den allerletzten Penalty der Partie setzte Biascas Payr ans Gestänge. (juf)