Vom 3:2 zum 2:0!

Der EHC Olten gewinnt das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinals gegen den HC Sierre mit 3:2. Garry Nunn profitiert drei Minuten vor dem Ende von einem Lapsus des Torhüters.

Verdient gewinnt der EHC Olten auch die zweite Playoffpartie gegen den HC Sierre. Zwar können die Gäste wieder lange mithalten, im dritten Abschnitt ziehen die Oltner aber die Schraube an und erspielen sich Chance um Chance. Das Spiel erreicht nicht ganz die Intensität des ersten Aufeinandertreffens, das wird den Dreitannenstädtern aber nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen die Unterwalliser herzlich egal sein.

40 Minuten ausgeglichen
Obwohl Dion Knelsen nach bereits 35 Sekunden eine erste Topchance hat, er lupft die Scheibe alleine vor Hüter Giovannini über das Tor, ist die Startphase des Spiels keineswegs vergleichbar mit jener von vor zwei Tagen in Sierre. Die Teams neutralisieren sich grösstenteils und so kann keine der beiden Mannschaften im Angriffsdrittel grosse Stricke zerreissen. Immerhin, die Dreitannenstädter verzeichnen durch Mason McTavish und Silvan Wyss weitere durchaus valable Tormöglichkeiten, das Remis geht aber nach 20 Minuten absolut in Ordnung. Auch, weil die einzige Überzahl des Spiels (Weder sitzt nach 10 Minuten wegen unerlaubtem Körperangriff draussen) der Gäste nicht fruchtet.
Auch nach 40 gespielten Minuten steht ein ausgeglichenes Resultat auf dem Videowürfel. Zwar bringt Dion Knelsen nach 24 Minuten die Grünweissen nach einem Querpass von Garry Nunn und bei Fünf gegen Drei in Front. Nachdem die Oltner Führung aufgrund der ersten Minuten in Abschnitt Zwei in Ordnung geht, steigert sich nun aber der HCS und kommt nach 32 Minuten zum Ausgleich: Ein Schuss von der blauen Linie wird für Silas Matthys unhaltbar abgelenkt, Eliot Bernazzi ist der Torschütze. Noch immer bleibt das Spiel spannend, ein wahrer Playoff-Krimi will sich aber irgendwie nicht entwickeln, zu dominant sind beide Abwehrreihen.

Entscheidung drei Minuten vor dem Ende
Was sich aber im dritten Abschnitt ändert: Das Heimteam kommt geladen aus der Garderobe und nur etwas mehr als eine Minute nach Wiederbeginn spaziert Stan Horansky hinter dem Tor von Giovannini durch, zurück an die blaue Linie und trifft zwischen vielen Beinen hindurch zum 2:1. Weitere Minuten sind die Dreitannenstädter am Drücker, Garry Nunn und David Stämpfli haben die Vorentscheidung auf der Stockschaufel. Und nachdem Dan Weisskopf von der blauen Linie und kurz darauf Silvan Wyss nach einem Querpass ebenfalls nur knapp scheitern (48.), ist die Führung zum jetzigen Zeitpunkt erstens hochverdient, und zweitens viel zu knapp. Aber es ist Playoff: Thibaut Monnet zieht nach 50 Minuten nahe der linken Bande ab und bezwingt Silas Matthys mit einem platzierten Schuss zum 2:2.
Drei Minuten vor dem Ende wird dann Remo Giovannini zum tragischen Held: Bis dahin wohl der Beste seines Teams, kann er einen eigentlich harmlosen Schuss von Garry Nunn nicht parieren, der Puck kullert via seiner Schulter ins Tor. Sierre läuft jetzt die Zeit davon, Giovannini macht einem sechsten Feldspieler Platz. Doch eine «Chance» haben nur noch die Powermäuse: Praktisch mit der Schlusssirene bringt es David Stämpfli fertig, mit einem Befreiungsschlag aus dem eigenen Drittel den Pfosten zu treffen.
Olten fährt nun mit einer komfortablen 2:0-Führung in der Serie am Sonntag nach Sierre. Spielbeginn in der Patinoire Graben ist um 17:30 Uhr. (rsu)

FRESHFOCUS 1066931

EHC Olten - HC Sierre 3:2 (0:0, 1:1, 2:1)

Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR: Eichmann/Borga (Huguet/Wermeille). – Tore: 24. Knelsen (Nunn, McTavish/Ausschlüsse Rimann, Dozin) 1:0. 32. Bernazzi (Maxime Montandon, Castonguay) 1:1. 42. Horansky (Wyss) 2:1. 51. Monnet (Castonguay) 2:2. 57. Nunn (Knelsen) 3:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten. 5-mal 2 plus 10 Minuten (Arnaud Montandon) gegen Sierre.

Olten: Matthys; Lüthi, Stämpfli; Elsener, Philipp Rytz; Weisskopf, Maurer; Gurtner; McTavish, Knelsen, Nunn; Horansky, Schirjajew, Wyss; Weder, Fuhrer, Fogstad Vold; Oehen, Schwab, Othmann; Schwarzenbach.

Bemerkungen: Olten ohne Hüsler, Rexha (beide verletzt), Daneel, Suleski, Heughebaert, Halberstadt, Nater (alle überzählig). Sierre ab 58:50 ohne Goalie. 60. Pfostenschuss Stämpfli.