Weiter verkürzen

Nach dem ersten Sieg in der Halbfinalserie hat der EHC Olten heute Abend (19:45 Uhr) in Kloten die Möglichkeit, den Anschluss an die Flieger herzustellen.

Die Erleichterung nach der Schlusssirene stand den EHCO-Spielern am Samstag ins Gesicht geschrieben. Endlich hatte man den EHC Kloten ein erstes Mal schlagen können und in der Halbfinal-Serie auf 1:3 verkürzt. Die Powermäuse bewiesen tolle Moral und gingen nach 60 Minuten verdient als Sieger vom Eis. Der Glaube an den Sieg, ein Attribut, welches auch heute nötig sein wird, um die Serie weiter zu verlängern.

Defensive Fehler abstellen
Trotz dem Sieg hat man im letzten Spiel am Samstag nicht nur überzeugen können. Immer wieder schlichen sich, gerade in der Defensive, kleine individuelle Fehler ein, welche zu Gegentoren führten. Man konnte diese Unzulänglichkeiten mit eigenen Toren wieder ausbügeln. Darauf, dass dies in jedem Spiel gelingt, sollte man sich aber keineswegs verlassen. Deshalb ist die Devise für heute Abend klar: Gut stehen und Fehler konsequent vermeiden. Dass diese vom Gegner gnadenlos ausgenützt werden, ist nach den ersten vier Spielen dieser Serie allen Beteiligten klar. Gelingt es, die Fehlerquote gering zu halten und genau wie im letzten Spiel die Chancen vorne zu verwerten, dann ist auch der nächste Sieg in Reichweite. 

Kloten will das Momentum nicht verlieren
Eine 3:0-Führung in einer Playoffserie aus den Händen geben: Dies gab es in der Geschichte des Schweizer Eishockeys immer wieder. Aber es ist halt doch eher die Ausnahme als die Regel. Dessen wird sich auch der EHC Kloten bewusst sein. Schaffen es die Dreitannenstädter indes auch heute, das Eis als Sieger zu verlassen, dürfte die Nervosität bei den Zürchern doch langsam grösser werden.

Klar also, dass die Klotener alles unternehmen werden, um den Sack heute zuzumachen. Dass sie die Qualitäten dazu haben, ist kein Geheimnis und auch allen beim EHC Olten bekannt. Aber dass auch die Oltner die Mittel haben, um diese Serie noch zu drehen, hat man beim 6:3-Sieg am Samstag gesehen. Weiter mit Kampf, Leidenschaft und einer grosse Portion Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor antreten - dann ist alles angerichtet für einen nächsten heissen Tanz auf rutschiger Unterlage, mit hoffentlich besserem Ende für die Mannschaft von Fredrik Söderström. (jsa)

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