4:3-Niederlage gegen bissige Visper

Der EHCO geht nach wiederum durchzogener Leistung auch im Wallis in die Verlängerung – diesmal ohne Happy End.

Garage Marti

Am Ende ging alles ganz schnell. Visps Stürmer Dolana zog alleine aufs EHCO-Tor zu und bezwang Simon Rytz mit einem Slapshot. Es war das 4:3 in der Verlängerung, die Partie somit vorbei – ein Stich ins Oltner Herz. Was die beiden Mannschaften den Zuschauern in den knapp 65 Minuten zuvor boten, war ein nicht immer hochstehendes, aber meist spannendes Hin und Her. Der Beginn der Partie war geprägt von vielen Strafen. Eine davon nutzten die Oltner zur Führung – Bryce Gervais traf nach neun Minuten zum 1:0, er lenkte einen Grossniklaus-Schuss erfolgreich ab.  Danach liessen die Gäste etwas nach und Visp kam immer besser ins Spiel. Der Ausgleich kurz vor der Drittelspause (19.) durch Marc Steiner war aus Oltner Sicht zwar ärgerlich, insgesamt aber absolut verdient.

Oltner Baisse im zweiten Drittel...
Im zweiten Drittel war wiederum das Heimteam die taktgebende Mannschaft. Die Visper spielten phasenweise – auch dank einer Fünfminuten-Strafe gegen Oltens Bagnoud – dominant und gingen in Überzahl durch Jules Sturny mit 2:1 in Führung (32.). Eine Reaktion von Olten kam erst zu spät – somit ging es für die Mannschaft von Chris Bartolone mit einem Rückstand in die zweite Pause.

...und Leistungssteigerung im letzten Abschnitt
Im letzten Drittel ging es dann noch einmal drunter und drüber. Erst erzielte Simon Barbero den verdienten Ausgleich (47.), ehe Evguenï Chiriayev nur knapp zwei Minuten später in Überzahl für die erneute Oltner Führung besorgt war. Doch diese hielt nicht lange, Oliver Achermann glich ein weiteres Mal fürs Heimteam aus (53.). In den letzten Minuten der Verlängerung hätte die Partie auf beide Seiten kippen können. Beide Mannschaften vergaben mehrere Topchancen und verlangten sich gegenseitig alles ab.

Auch in der Verlängerungen hätten beide Teams die Partie bereits früh entscheiden können, scheiterten jedoch an den stark aufspielenden Goalies Simon Rytz und Reto Lory. So dauerte es bis in die 64. Minute, ehe Dolana, gerade nach Ablauf einer Strafe gegen den EHCO, die Partie doch noch zu Gunsten des Heimteams entschied. Der EHC Olten kann sich nach insgesamt bescheidener Leistung einerseits mit dem einen Punkt trösten, andererseits aber mit der Tatsache, dass man im letzten Drittel noch einmal den Schalter umlegen konnte und so beinahe noch zum Sieg gekommen wären. Aber immer geht diese Rechnung halt nicht auf. (pdn / Foto: Freshfocus)

Visp - Olten 4:3 (1:1, 1:0, 1:2, 1:0) n.V.
Litternahalle. – 2890 Zuschauer. – SR: Ströbel/Gäumann (Kehrli/Cattaneo). – Tore: 9. Gervais (Grossniklaus, Ulmer; Ausschluss Haueter) 0:1. 19. Steiner (Van Guilder, Sturny) 1:1. 33. Sturny (Van Guilder, Kissel; Ausschluss Bagnoud) 2:1. 47. Barbero (Schirjajew) 2:2. 49. Schirjajew (Haas, Schwarzenbach; Ausschluss Lory) 2:3. 53. Achermann (Sturny) 3:3. 64. Dolana (Ritz) 4:3. – Strafen: 6-mal 2 plus 10 Minuten (Haueter) gegen Visp. 7-mal 2 plus 5 Minuten plus Matchstrafe (Bagnoud) gegen Olten.
Visp: Lory; Camperchioli, Nater; Lindemann, Wiedmer; Steiner, Brantschen; Schüpbach, Haueter; Kissel, Van Guilder, Sturny; Fogstad, Hofstetter, Fellay; Dolana, Achermann, Furrer; Burgener, Ritz, Zwissler.
Olten: Rytz; Lüthi, Bucher; Bagnoud, Eigenmann; Grossniklaus, Rouiller; Barbero, Heughebaert; Haas, Schirjajew, Truttmann; Schneuwly, Hohmann, Gervais; Horansky, Rexha, Ulmer; Schwarzenbach, Mäder, Vodoz.
Bemerkungen: Visp ohne Altorfer, Brügger, Valenza und Heynen (alle verletzt). Olten ohne Mischler, Muller, Zanatta, Wyss und Huber (alle verletzt), Roland Gerber und Colin Gerber (bei ihren NL-Teams). 45. Timeout Visp. 51. Pfostenschuss Brantschen. 51. Pfostenschuss Achermann.